Frau Holle schüttelt weiter die Betten aus

Vorarlberg / 26.03.2013 • 19:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schneeballschlacht am Dornbirner Marktplatz: Hannah und Selina aus Dornbirn nehmen das Wetter mit viel Humor. Foto: VN/Hofmeister
Schneeballschlacht am Dornbirner Marktplatz: Hannah und Selina aus Dornbirn nehmen das Wetter mit viel Humor. Foto: VN/Hofmeister

Von allem etwas: Schnee, Regen, Frost und ein wenig Sonne bis Ostermontag.

Schwarzach. (VN-bem) Gestern zeigten alle 16 Wetterstationen in Vorarlberg eines ganz klar: Vorarlberg war frostig, und Frau Holle meinte es gut und schüttelte wieder kräftig ihre Betten aus – Dornbirn war ein „Temperatur-Spitzenreiter“ mit minus 0,1 Grad Celsius.

Leider müssen wir noch ein wenig geduldig sein, bis sich die frühlingshaften Temperaturen einstellen. „Aber heute zeigen unsere Wetterkarten steigende Temperaturen an. Rund acht bis neun Grad werden im Rheintal, Feldkirch und Bludenz erreicht“, prognostiziert Josef Lang, Meteorologe bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Innsbruck. Das Wetter bleibe aber weiter – ja, man erahnt es schon – wechselhaft.

Eiersuche im Schnee

Nach einem recht sonnigen Gründonnerstag mit Werten um die zehn Grad schiebt sich jedoch in der Nacht auf Karfreitag rasch eine Kaltfront nach Vorarlberg. „Diese bringt wieder Schnee und Regen mit sich“, kann er leider keine besseren Aussichten verkünden. Dabei sinkt die Schneefallgrenze am Freitagfrüh wieder von 1300 Metern bis auf Bodensee-Niveau und lässt die Schneeflocken tanzen. Ein kleiner Lichtblick hierbei: Die Sonne wird sich nach dem Schneefall auch wieder zaghaft zeigen.

Das kommende Osterwochenende bleibt hingegen weiter wechselhaft: Nach einem recht freundlichen Karsamstag mit Temperaturen um die acht Grad „sieht es aus heutiger Sicht in die Wetterkarten leider für den Ostersonntag niederschlagsanfällig aus. Schneeregen bis ins Rheintal ist nicht ausgeschlossen“, gibt der 35-jährige Wetterexperte keine guten Aussichten für die Nester-­Suche bekannt.

Eine Wetterbesserung ist am Ostermontag möglich, wenn nach einem frostigen Morgen die Quecksilbersäule in den Plusbereich klettert. Ein vorläufiges Resümee für den März lässt sich Lang auch entlocken: „Der erste Eindruck täuscht nicht. Der März war in Vorarlberg bis jetzt zu kalt: genau um 1 Grad kälter als das langjährige Mittel. Der März in den Jahren 2009 und 2010 war ebenfalls etwas kühler“, stellt er die Werte in einen Zusammenhang.

Auch war der Monat März bis jetzt zu trocken: „Für Bregenz kamen bis gestern nur 38 Millimeter Niederschlag pro Quadratmeter zusammen. Das ist nicht einmal die Hälfte des Durchschnittswerts für diesen Monat. „Der Schneefall Ende März sei aber für Vorarlberg nichts Ungewöhnliches: Am 8. April letzten Jahres wurde in der Früh 1 Zentimeter Schnee gemessen“, sagt der Wettermann.