Gratulation zum Geburtstag

Vorarlberg / 26.03.2013 • 18:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Margret Anna Elisabeth Rotert-Jörg (80)

Bregenz. Das Licht der Welt erblickte die Jubilarin in Osnabrück, wo sie mit ihrem Bruder eine schöne frühe Kindheit erlebte, die durch die Bombardierung 1942 jäh endete. Nach schrecklichen Kriegsjahren freute sie sich wieder über regelmäßige Schulstunden, und auch in den entbehrungsreichen Nachkriegsjahren sorgten ihre Eltern für ein Zuhause, und auch die Ausbildung in einer Arzneimittelgroßhandlung zur pharmazeutisch-kaufmänni­schen Angestellten wurde ihr ermöglicht. Mehrere Jahre arbeitete Margret Rotert-Jörg in Osnabrück, hatte in dieser Zeit aber auch mehrmals Nervenprobleme, die von den Erlebnissen in den Kriegsjahren herrührten.

Zur Erholung kam sie mit ihrer Mutter nach Gargellen, wo sie schnell Kontakte knüpfte. Die Firma Risch Sport Im- und Export bot ihr 1960 eine Stelle im Büro an, wo sie bis zur Schließung blieb. „Damals hatte ich ein Zimmer in Hittisau. Die Straße war nicht befestigt und die Fahrt immer wieder ein Abenteuer“, ist von der Jubilarin zu erfahren. Durch eine Kollegin fand sie ein Zimmer in der Oberstadt und erhielt auch Unterricht im Jassen. Ihre Chefin vermittelte sie zur VKW, wo sie von 1966 bis zur Pensionierung 1988 in der Personalabteilung arbeitete und 1971 in eine VKW-Wohnung im Weidach umzog. 1995 wurde dann ein ereignisreiches Jahr. Ihr Lebenspartner erkrankte schwer, und um sie abzusichern, fand er es an der Zeit, ihr „schlampiges Verhältnis“ zu legalisieren und sie zu heiraten. Am 20. Dezember 1995 gab sie Heinz Jörg in Osnabrück das Jawort und, wie sie erklärt, hätten sie eigentlich Silberhochzeit feiern können, denn sie kannten sich inzwischen 25 Jahre. 2000 stand der Umzug in die Gletscherstraße an. Ein Jahr später ging es Margret Jörg nach einer „mordsmedizinischen“ Langzeitbehandlung nach einer Brustkrebsoperation eher schlecht, aber nicht nur ihre optimistische Lebenseinstellung, sondern auch die gute körperliche Kondition durch Skifahren, Wandern und Radfahren halfen ihr über diese schwere Zeit hinweg. Vor einigen Jahren lernte Margret Jörg durch ihre Arbeit bei der Caritas eine tschetschenische Familie kennen, zu der sie inzwischen mehr als freundschaftliche Kontakte pflegt. Sie wurde von einem der Kinder als Oma adoptiert und die Familie hat sie ins Herz geschlossen und ist da, wenn Hilfe benötigt wird. Da ihr fünftes tschetschenisches „Enkelkind“ gestern durch Kaiserschnitt zur Welt kam, feiert die Jubilarin, der man die 80 Jahre nicht ansieht, ihren Geburtstag heute im Krankenhaus. Besonders engen Kontakt hält sie zu ihrer Schwägerin und zu ihren zwei Neffen mit ihren Familien in Osnabrück, die sich in jeder Situation um sie kümmern.

Für die Zukunft wünscht sie sich, dass sie mindestens so stark bleibt, wie sie ist, und den Alltag bewältigen kann.