Warum der Hase Eier bringt

Vorarlberg / 26.03.2013 • 21:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Was haben Hasen und Eier eigentlich mit Ostern zu tun? Die VN haben sich erkundigt.

Schwarzach. (VN-sas) In zahlreichen Haushalten sind sie bereits zuhauf gelagert. Vielen steht es noch bevor, das alljährliche Eierfärben oder -kaufen. In allen erdenklichen Farben werden die Eier spätestens am Ostersonntag für den späteren Verzehr in Nestchen versteckt und auf Esstischen platziert. Doch woher kommt die Tradition des Eierfärbens? Warum sind Osterfeierlichkeiten ohne bunte Eier so gut wie unvorstellbar? Und was hat eigentlich der Hase damit zu tun?

Die genauen Umstände, warum ausgerechnet ein Hase die Ostereier bringt, sind nicht mehr eindeutig nachvollziehbar. Bis ins 16. Jahrhundert wurden die Eier offensichtlich aber noch von Hühnern gebracht bzw. versteckt. Zeitweise war auch von Füchsen die Rede. Immer populärer wurde dann aber die Erzählung, dass Ostereier von einem Häschen gebracht werden. Der Grund: Während der Osterzeit waren in ländlichen Gebieten immer sehr viele Feldhasen zugange, die auf ihrer Futtersuche über Felder und Wiesen hoppelten. Die Vorstellung vom Hasen als „Eierbringer“ ist hierzulande im 17. Jahrhundert erstmals belegt.

Keine Eier in der Fastenzeit

Und wie kamen die farbigen Ostereier ins Spiel? Ausschlaggebend dafür soll die Fastenzeit im Mittelalter gewesen sein: Der Genuss von Speisen wie Fleisch und Eiern war in der strengen mittelalterlichen Fastenordnung verboten. Nicht davon beirren ließen sich natürlich die Hühner: Sie legten munter weiter. Im Laufe der 40-tägigen Fastenzeit kam folglich eine stattliche Menge an Eiern zusammen. Und damit diese nicht schlecht wurden, wurden sie gekocht und mit natürlichen Zutaten gefärbt, um sie später von den frischen Eiern unterscheiden zu können.

Ostern ohne bunt gefärbte Eier? Für viele unvorstellbar. Foto: Fotolia
Ostern ohne bunt gefärbte Eier? Für viele unvorstellbar. Foto: Fotolia