Dreieinhalb Jahre Haft für „Speed“-Schmuggler (26)

Vorarlberg / 27.03.2013 • 22:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Angeklagte wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Der Angeklagte wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

26-Jähriger schmuggelte neun Kilo „Speed“ ins Land – nun muss er hinter Gitter.

feldkirch. (ec) Ein 26-jähriger Bursch musste sich gestern wegen groß angelegter Amphetamin-Geschäfte vor Gericht verantworten. Insgesamt brachte der junge Mann über neun Kilo der Aufputschmittel von Berlin nach Vorarlberg, sechs Kilo davon gab er im Ländle an Abnehmer weiter. Ursprünglich war der Stoff in Tschechien zusammengemixt worden, 6,8 Prozent Reinheitsgrad wurden festgestellt.

Der bislang Unbescholtene ist selbst nicht drogenabhängig, er handelte aus rein ­gewinnsüchtigen Motiven. „Sie wollten sich in Österreich eine Existenz aufbauen, deshalb beteiligten Sie sich an diesen Drogengeschäften“, so Richter Karl Mayer.

2009 kam der junge Mann mit den Drogendealern in Kontakt. Zunächst überredeten sie ihn zum Transport von kleinen Mengen, die der Chauffeur einfach in seinen Taschen verstaute. Dann wurden die Mengen immer größer, und ausgerechnet bei Fahrt Nummer dreizehn klickten im November vergangenen Jahres die Handschellen. Die Fahnder waren dem Dealer vermutlich über das Netz von Abnehmern und Dealern auf die Schliche gekommen, dann mussten sie nur noch warten, bis er wieder einmal die Grenze passierte. 2000 Euro bekam er für die Schmuggelfahrten. Mit im Gepäck waren übrigens auch knapp 200 Gramm MDMA und rund 200 Gramm Cannabisprodukte.

Glück im Unglück

Bei einem Strafrahmen bis zu zehn Jahren Haft hatte der Mann noch Glück. Aufgrund seiner Unbescholtenheit und Kooperationsbereitschaft wird er zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. „Ich war mir der Konsequenzen nicht bewusst und auch nicht, was ich damit anrichte“, erklärte er in seinem Schlusswort. Das Urteil ist rechtskräftig.