Erbprinz hat Politiker zum Sparen ermahnt

Vorarlberg / 27.03.2013 • 21:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Fürstentum Liechtenstein hat neue Regierung mit neuem Chef und klarem Auftrag.

vaduz. Der Liechtensteiner Erbprinz Alois hat das Parlament am Mittwoch in seiner Thronrede eindringlich zum Sparen aufgerufen. Die neue Regierung mit Regierungschef Adrian Hasler von der Fortschrittlichen Bürgerpartei (FBP) muss vor allem das Staatsbudget ins Gleichgewicht bringen.

Erbprinz Alois redete zur Eröffnung der diesjährigen Parlamentssitzungen vor dem neu gewählten 25-köpfigen Landtag Klartext. Die größte Herausforderung in der kommenden, vierjährigen Legislaturperiode werde das Ausgleichen des Staatsbudgets sein.

Konkret sieht das Budget des Fürstentums für das laufende Jahr ein Defizit von umgerechnet 172 Millionen Euro vor. Das seien 23 Prozent des Aufwandes oder 34 Prozent des betrieblichen Ertrages, sagte Alois. Er sehe diese Situation mit großer Sorge, betonte der Thronfolger. Die Politikerinnen und Politiker ermahnte der Erbprinz dazu, rasch ein gut durchdachtes Sparpaket zu schnüren. Wohin Schuldenpolitik führen könne, zeige die prekäre Lage vieler europäischer Staaten.

Als weiteres wichtiges Geschäft erwähnte der Erbprinz die nachhaltige Sicherung der Sozialsysteme. Er riet davon ab, einfach das Pensionsalter hinauf zu setzen. Es gehe darum, sich grundsätzlich über die Altersvorsorge Gedanken zu machen. Die neue Legislaturperiode bezeichnete der 44-jährige Erbprinz als „entscheidend für die Zukunft des Landes.

Gefordert ist die neue fünfköpfige Regierung unter Adrian Hasler, dem 49-jährigen früheren Chef der Landespolizei in Vaduz. Dessen Partei, die FBP, ging aus den Wahlen als stärkste Kraft hervor. Die FBP bildet mit der anderen Großpartei, der vaterländischen Union (VU), eine Koalitionsregierung.