Gut gespült ist halb gespart

Vorarlberg / 27.03.2013 • 21:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Geschirrspüler sollten nur voll beladen eingeschaltet werden. Zu oft sind die Spüler halbleer. Foto: Fotolia
Geschirrspüler sollten nur voll beladen eingeschaltet werden. Zu oft sind die Spüler halbleer. Foto: Fotolia

Geschirrspüler sind viele Jahre Bestandteil der Haushalte. Deshalb: Genau hinschauen.

Schwarzach. Es sind diese Geräte, für die man meistens ungern Geld ausgibt – man tut es auch selten, liegt doch die durchschnittliche Lebensdauer von Geschirrspülern bei 15 Jahren. „Man muss sich beim Kauf aber bewusst sein, dass man über den Wasser- und Stromverbrauch der nächsten 15 Jahre, wenn nicht mehr, entscheidet“, sagt Martin Schönach, Energieberater bei den Illwerke VKW.

Was sich alles im Bereich der Geschirrspüler getan hat, zeigt eine Erhebung von Stiftung Warentest, wonach ein Top-Modell von vor 15 Jahren doppelt so viel Strom und Wasser verbraucht wie ein heutiges Top-Gerät. „Bei durchschnittlichen Geräten ist der Unterschied im Verbrauch noch größer“, weiß Schönach.

A+++

Die sparsamsten Geschirrspüler sind am Energieeffizienzlabel A+++ erkennbar. Laut dem Experten lohnt es sich auf jeden Fall, auf die Energieeffizienzklasse zu achten. Hilfestellung bekommen Interessenten auch bei einem Anruf beim Kundenservice des heimischen Energielieferanten, wo auch Broschüren über die verschiedenen Energieeffizienzklassen erhältlich sind.

Doch wann ist ein Umtausch der Spülmaschine überhaupt sinnvoll? „Unsere Empfehlung lautet, im Falle auftretender Funktionsstörungen bei über zehn Jahre alten Geräten zu prüfen, ob eine Reparatur sich wirklich lohnt. Der Tausch gegen ein effizientes Neugerät bringt gegenüber dem Altgerät erhebliche Einsparungen bei den Strom- und Wasserkosten“, sagt Schönach im Gespräch mit den VN. Die eleganteste Methode, einen Überblick über den Energieverbrauch zu erhalten, sei, ein Messgerät anzuschließen (siehe Artikel links unten). „Der Stromverbrauch im Standby-Modus darf zum Beispiel bei Neugeräten nicht über einem Watt liegen“, erklärt der Energieberater.

Stromverbrauch halbieren

Welches Einsparungspotenzial gerade die Geschirrspülmaschine aufweist, lässt sich an einem Vergleich zwischen Alt- und Neugeräten einfach darstellen: So benötigt etwa ein 15 Jahre altes Gerät jährlich rund 5000 Liter Wasser und der Jahresstromverbrauch beläuft sich auf 425 kWh. Hingegen benötigt ein effizientes Neugerät, das das ganze Jahr über im Energiesparprogramm spült, nur 3000 Liter Wasser. Der Stromverbrauch lässt sich sogar halbieren, da der Jahresverbrauch bei 200 kWh liegt. Der Herd mag also das Herz einer jeden Küche sein. Das größte Einsparpotenzial birgt aber sicherlich die Endstation eines jeden gediegenen Festmahls – der Geschirrspüler.

Beim Kauf entscheidet man über den Verbrauch der nächsten 15 Jahre.

Martin Schönach

Entgeltliche Einschaltung.
Die Serie „Energie für unser Leben“ ist eine redaktionell unabhängige Serie der Vorarlberger Nachrichten mit Unterstützung der Illwerke VKW.