Jetzt nicht nachlassen

Vorarlberg / 28.03.2013 • 21:11 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Enttäuscht? Na klar. Aber nicht überrascht. Jeder Staat deckt seinen Energiebedarf nach eigenem Gutdünken. Und die Reaktorkatastrophe in Fukushima erleidet ein Tschernobyl-Schicksal: Sie wird Geschichte. Regierungen bekennen sich allenfalls unter dem Eindruck ihrer verängstigten Bevölkerung zum Ausstieg aus der Atomkraft. Diese Beschlüsse sind exakt so viel wert wie das darin festgeschriebene Datum. Die Schweiz hat sich nie auf eine Jahreszahl festgelegt. Sie will ihre fünf Atomkraftwerke nach Ende ihrer „sicherheitstechnischen“ Laufzeit abschalten. Die Höchstrichter haben eben verkündet, dass das noch ein Weilchen dauern darf.

Umweltaktivistin Hildegard Breiner zweifelt verärgert „an der Unabhängigkeit der Richter“. Tatsache ist: Wer die Nutzung der Atomkraft bekämpft, darf weder auf Länder noch Instanzen hoffen. Nur steter Protesttropfen höhlt den Stein. Von unten muss der Anstoß kommen. Trotz solcher Rückschläge? Gerade deshalb!

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