LH zur Inseraten-Affäre: „Ab in den Papierkorb“

Vorarlberg / 28.03.2013 • 20:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

So lautet die Empfehlung von Markus Wallner in der Sache „schwuler Jesus“.

Schwarzach. (VN-mm) Lesen und dann in den Papierkorb damit: Diese Vorgehensweise empfiehlt Landeshauptmann Markus Wallner im Zusammenhang mit den umstrittenen Inseraten in einer Zeitschrift der Jungen Grünen. Er habe das jedenfalls so gehandhabt.

Die Aufregung um den „schwulen Jesus“ und „antisemitischen Karl Lueger“ ist für Wallner dennoch nachvollziehbar, weil solche Darstellungen sehr wohl dazu angetan seien, den Glauben zu verletzen. „Das ist pietätlos. Mit Satire hat das wenig zu tun“, so der Landeshauptmann. Der Jugend räumt er zwar das Vorrecht ein, gesellschaftskritisch sein zu dürfen. „Diese Aktion liegt aber weit daneben“, sagt Markus Wallner und meint, dass Grünen-Chef Johannes Rauch zuweilen doch Klartext mit den Jungen sprechen sollte. Rauch hatte eingewandt, die Jungen Grünen seien eigenständig und man rede ihren parteiintern nicht hinein.

Wunsch nach Osterfrieden

Was die Veröffentlichung der vermeintlichen Inseraten-Affäre durch die FPÖ vor Ostern betrifft, sei „ein Schelm, wer glaubt, dass keine Strategie dahintersteckt“. An die Adresse aller gerichtet wünscht sich Wallner aber: „Der Osterfriede soll einkehren.“