„Tunnelspinne“ im Visier der Grünen

Vorarlberg / 28.03.2013 • 20:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Vorarlberger, Liechtensteiner und Schweizer Grüne gegen Tunnelbau und für neue Planung.

FELDKIRCH. (VN-tw) Erreichen wollen die Grünen dies über parlamentarische Initiativen in den jeweiligen Ländern. Die derzeit auf dem Tisch liegende Verkehrsplanung Süd, die im Übrigen auch auf Druck der Grünen über einen 2006 gestarteten Bürgerbeteiligungsprozess erarbeitet wurde und deren Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vom Land beschlossen ist, bringe „nur punktuelle Entlastungen für 226,5 Millionen Euro, aber insgesamt mehr Verkehr“. Und grenzüberschreitende Verkehrsprobleme gelte es gemeinsam zu lösen, lautet der Tenor bei einer Pressekonferenz im Feldkircher Restaurant Rauch, zu der Vorarlbergs Grünen-Verkehrssprecher Bernd Bösch mit Gesinnungsfreunden aus St. Gallen und Liechtenstein geladen hatte.

Eine „Transitspange“ in Mäder?

Darüber fehle im jetzigen Konzept „die Gesamtbetrachtung der Region oberes Rheintal“. Laut Bösch ist für den Pendlerverkehr mit einer S-Bahn zwischen Feldkirch und Buchs eine Alternative bereits in Planung. Und in Sachen Transit schlägt er „eine Autobahnverbindung in die Schweiz im Bereich Mäder“ vor. Statt „dem Bau eines Tunnels ohne gesicherte Finanzierung“ sollte besser in den öffentlichen Verkehr und in eine bessere Transitverbindung investiert werden.

Berchtold: „Tunnel ist nötig“

Feldkirchs Bürgermeister zeigt sich befremdet, „dass drei Herren in einer halben Stunde aufzeigen möchten, was richtig und was falsch ist“. Am Tunnelsystem, so Berchtold unmissverständlich, „führt kein Weg vorbei“. Ebenso verwundert und zugleich unbeirrt zeigt sich Statthalter Karlheinz Rüdisser. Zumal kaum ein Projekt „penibler geprüft wurde“. Für ihn stelle der Vorstoß „Säbelgerassel“ dar. Das Land werde seinen Kurs fortsetzen. Rüdisser an die Kritiker: „Zuerst braucht es ein über eine Umweltverträglichkeitsprüfung genehmigtes Projekt. Und die dauert bestimmt zwei Jahre. Dann können wir weiterreden.“

Wir halten am Kurs fest. Jetzt wird der Plan durch eine UVP geprüft.

Karlheinz Rüdisser