Beton-Ei trägt Schleife

Vorarlberg / 29.03.2013 • 18:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Frau Holle setzte dem Ei eine so gar nicht österliche Kappe auf.  AK
Frau Holle setzte dem Ei eine so gar nicht österliche Kappe auf. AK

Auf einer Wiese in Andelsbuch hatte der Osterhase eine durchaus extravagante Idee.

Andelsbuch. (VN-ger, ak) Es ist 5,60 Meter hoch, hat an seiner dicksten Stelle einen Durchmesser von 4,30 Meter und besteht aus Beton. Bereits im September 2012 hatte das imposante Ei für Aufsehen im Bregenzerwald gesorgt.

Nun scheint das famose Werkstück auch in das Blickfeld des Osterhasen geraten zu sein. Seit dieser Woche nämlich präsentiert sich das Beton-Ei ganz österlich in einem roten Stoffkleid und mit einer Riesenschleife um den Bauch.

Erstmals entdeckt wurde das Objekt im Vorfeld der Ausstellung „Handwerk + Form“ auf dem Gelände der Firma Oberhauser und Schedler. Wenige Tage später machte es dann abermals von sich reden, als es plötzlich aus dem Blickfeld der Passanten verschwunden war. Der Beton gewordene Traum von „Erfinder“ und Baumeister Werner Schedler war buchstäblich zerplatzt und bedurfte einer zweiten Bauphase. Seit der erfolgreichen Überarbeitung sitzt das Beton-Ei in einer Wiese an der L 200 in Andelsbuch.

Extravagant

Was anfangs als Ostermanie hätte interpretiert werden können, entpuppte sich als architektonische Extravaganz, dessen Umsetzung als überaus mühsam beschrieben werden kann. Am Anfang stand eine pneumatische Schalung, die bis zur gewünschten Größe aufgeblasen wurde, darüber kamen ein Hochleistungsbeton und eine textile bzw. eine Karbonbewehrung, die das Material korrosionsunfähig macht.

Das eiförmige Gehäuse, dessen Wände extrem dünn, aber auch extrem hart sind, hat oben eine Öffnung, durch die Licht einfällt. Über eine seitliche Öffnung gelangen die Besucher in den Innenraum und können dort in die Rolle eines, wenn auch großen, Kükens schlüpfen.