Es wird wieder an der Uhr gedreht

Vorarlberg / 29.03.2013 • 19:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In der Nacht auf Sonntag ist es wieder so weit: Um 2 Uhr springen wegen der Umstellung auf Sommerzeit die Zeiger auf 3 Uhr. Foto: VN
In der Nacht auf Sonntag ist es wieder so weit: Um 2 Uhr springen wegen der Umstellung auf Sommerzeit die Zeiger auf 3 Uhr. Foto: VN

Eine Stunde weniger schlafen: In der Nacht auf Sonntag wird auf Sommerzeit umgestellt.

Schwarzach. (VN-zud) Wie ein hinterlistiger Dieb schleicht sich in der Nacht auf Sonntag die Sommerzeit in die Vorarlberger Haushalte. Während man seelenruhig schläft und sich von einer Seite auf die andere wälzt, schlägt sie zu und stiehlt ganz dreist eine Stunde. Eingeführt wurde das Prozedere in Europa 1973 anlässlich der Ölkrise und mit dem Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang. Österreich beschloss die Einführung erst 1979. In der Alpenrepublik gab es im Ersten Weltkrieg schon einmal die Sommerzeit.

Im Jahr 1916 galt sie für die Monarchie vom 1. Mai bis 30. September, wurde dann aber wieder eingestellt. Ein zweiter – erfolgloser – Versuch wurde in den Jahren 1940 bis 1948 unternommen. Obwohl die Uhren jährlich zwei Mal umgestellt werden, stellen sich viele jedes Mal dieselbe Frage. Vor oder zurück?

Hier eine Eselsbrücke, die hilft: Man stelle sich vor, dass es mit der Uhr genauso ist wie mit den Gartenmöbeln. Wenn es Sommer wird, stellt man Tisch und Bänke vor das Haus, und im Herbst stellt man sie wieder zurück ins Gartenhaus. Sommerzeit heißt also vorstellen, Winterzeit heißt zurückstellen.