Psychiatrie im LKH Rankweil in der Kritik

Vorarlberg / 29.03.2013 • 20:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Rankweil. (VN-mm) Personalnot und damit verbunden unnötige Zwangsmaßnahmen kritisiert IfS-Patientenanwalt Christian Fehr in der Psychiatrie I des LKH Rankweil. Vor allem, wenn die Station voll belegt sei, entspreche die Pflege nicht mehr den Qualitäten, die von einem Landeskrankenhaus erwartet würden. In vier Fällen hat die IfS-Patientenanwaltschaft verfügte Zwangsmaßnahmen wie Fixierungen am Bett gerichtlich überprüfen lassen. „Sie wurden als unzulässig bestätigt“, so Fehr.

Obwohl dieser Sachverhalt an den Abteilungsleiter und die Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) weitergeleitet worden sei, habe niemand darauf reagiert. Das Argument von KHBG-Direktor Dr. Gerald Fleisch, wonach mehr Personal nicht automatisch mehr Qualität bedeute, lässt Christian Fehr nicht gelten. „In der Psychiatrie ist Personal das Um und Auf“, betont er. Auch der Rechnungshof habe in seinem Bericht zum Psychiatriekonzept bestätigt, dass Vorarlberg über einen schlechteren Personalschlüssel verfüge als andere Bundesländer.

Jetzt erwartet der IfS-Patientenanwalt, dass „ernsthaft darüber geredet wird“. Die Psychiatrie I verfügt über insgesamt 24 Patientenbetten. Im neuen Psychiatriekonzept ist eine Reduktion auf 17 Betten vorgesehen. Das würde sich auch auf den Personalschlüssel positiv auswirken.