Zum Gedenken

Vorarlberg / 29.03.2013 • 17:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Oberamtsrat i. R. Hugo Gassner

Egg. Oberamtsrat i. R. Hugo Gassner verstarb am 20. Februar 2013 im 87. Lebensjahr überraschend schnell im Sozialzentrum Egg.

Als erster Sohn von Otto Gassner, Gendarmeriebeamter, und seiner Frau Maria geb. Gorbach kam er 1927 in Dornbirn zur Welt und besuchte das dortige Realgymnasium.

Als sein Vater die neue Dienststelle in Hard antrat, wo auch sein Bruder Otto zur Welt kam, wechselte er ins Bundesgymnasium Bregenz. In Hard erlebte er trotz des Krieges eine schöne Jugendzeit, welche jäh endete, als er in den letzten Kriegsmonaten nach Berlin eingezogen wurde. Erst 1946 konnte er die Matura ablegen und begann gleich anschließend seine berufliche Laufbahn bei
der Bezirkshauptmannschaft Bregenz.

Fachkundige Arbeitsweise

Der Verstorbene wurde anlässlich der Trauerrede von Bezirkshauptmann Dr. Zech als eine der tragenden Säulen der Bezirkshauptmannschaft gewürdigt. Er bediente die ganze Breite an Verfahren nach dem Baugesetz, dem Betriebsanlagenrecht und dem Wasser- u. Elektrizitätsrecht. Die Abwicklung solcher Verfahren stellte hohe Ansprüche. Häufig musste er zwischen widerstreitenden Interessen entscheiden, und aufgrund seiner Erfahrung und durch sein Geschick im Umgang mit Parteien konnte meistens ein Konsens gefunden werden. Seine Arbeitsweise war fachkundig und speditiv. Im Juli 1989 trat er nach 43 Dienstjahren in den wohlverdienten Ruhestand über.

Im Jahre 1952 heiratete er Lore geb. Kemper, die ihm zwei Töchter schenkte. Seine vier Enkelkinder mit ihren Ehepartnern und besonders die zwei Urenkelinnen bereiteten ihm bis zu seinem Lebensende große Freude. Auch als seine Frau 1998 nach längerem Leidensweg starb, war er bei seinen Töchtern Corinna und Sylvia häufiger und dankbarer Gast.

Seine Freizeit verbrachte er gerne mit seiner Familie am und auf dem See. Als der Alltag langsam zu beschwerlich wurde, konnte er mit Begleitung des Mobilen Hilfsdienstes noch einige Jahre alleine zu Hause leben, bis er sich entschloss, in das betreute Wohnen nach Egg zu übersiedeln. Da er im Bregenzerwald trotz seines hohen Alters noch viele Bekannte auch aus seiner beruflichen Tätigkeit hatte, fiel ihm der Entschluss nicht schwer. Aufgrund des verschlechterten Gesundheitszustandes verbrachte er die letzten fünf Monate in der Pflegeabteilung des Sozialzentrums Egg.

Die vielen Besuche seiner Familie, aber auch seiner Freunde, brachten bis zum Schluss Abwechslung in seinem letzten Lebensabschnitt.

Trotz seiner Krankheit verstarb er doch überraschend schnell, gut vorbereitet und begleitet in Egg. Die große Anzahl der Trauergäste zeigte die Wertschätzung, die Herrn Gassner zuteil wurde.