Deuringschlössle hebt seine Gäste in die Höhe

Vorarlberg / 02.04.2013 • 20:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Läuft alles nach Plan, könnten die Arbeiten vor der Festspielsaison abgeschlossen sein.

Bregenz. (VN-ger) Hoch hinauf geht es demnächst beim Deuringschlössle in Bregenz: Die altehrwürdigen Gemäuer werden aufgemöbelt, ein rund 20 Meter hoher Lift soll den Parkplatz an der Thal­bachgasse mit dem Haus in der Oberstadt verbinden. Die Bauverhandlung steht am kommenden Donnerstag, 11. April, auf dem Plan. Geht es nach den Eigentümern, dann könnten die Bagger gleich im Anschluss daran auffahren und die Arbeiten bis zum Beginn der Festspielsaison abgeschlossen sein. Ob dieser Zeitplan jedoch hält, ist einerseits vom Ausgang der Bauverhandlung abhängig. Zum anderen sind derzeit archäologische Grabungen im Gange. „Bei Vorarbeiten wurden Mauerreste gefunden“, erläutert Harald Gruber, Geschäftsführer und Projektleiter bei Hinteregger-Bau in Bregenz. Außerdem gilt es noch vor dem Baustart mittels Kernbohrung abzuklären, wie die Felswände stabilisiert werden können. Immerhin verläuft der geplante Lift zu einem großen Teil unterirdisch – der Schacht muss bis zu 16 Meter in das Gestein gegraben werden.

Neben der Neugestaltung des Parkplatzes samt Carport für 13 Autos wird ein Verbindungssteg aus Stahl und Glas errichtet, die Rezeption wird umgebaut und die Fassade saniert. Darüber hinaus erfährt das „kulinarische Wahrzeichen“ auf der Westseite eine Erweiterung. Das Flachdach des eingeschossigen Zubaus sowie die Wegüberdachung sollen als Gästeterrasse genutzt werden.

Gemeinsam entwickelt

Während die Neugestaltungen in der Oberstadt von so manchem Bregenzer mit Skepsis betrachtet wird, gibt es vom Bundesdenkmalamt (BDA) keinerlei Einwände. „Das Projekt wurde gemeinsam entwickelt und wird auch während der Bauphase archäologisch von uns begleitet“, sagt die neue Landeskonservatorin Barbara Keiler und hält fest: „An den alten Mauern wird nichts verändert.“

Die Hypo Landesbank Vorarlberg hatte das Deuringschlössle Ende Juni 2011 verkauft. Seither hält Haubenkoch Heino Huber 20 Prozent an der traditionsreichen Immobilie. Bauunternehmer Richard Hinteregger und Unternehmer Josef Huber sind mit jeweils 40 Prozent daran beteiligt.

Das Projekt wird von uns archäologisch begleitet.

Barbara Keiler, BDA