Ski-Olympiasieger Strolz wurde unter Heuwagen eingeklemmt

Vorarlberg / 19.06.2013 • 22:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf dem Hang hinter seinem Elternhaus verunglückte Ski-Olympiasieger Hubert Strolz schwer, hatte aber Glück im Unglück. Bei der Bergung des Unfallfahrzeugs leistete ein Kleinbagger, mit dem der ramponierte Schlepper „abgeseilt“ wurde wertvolle Unterstützung. Foto: vol.at, strauss
Auf dem Hang hinter seinem Elternhaus verunglückte Ski-Olympiasieger Hubert Strolz schwer, hatte aber Glück im Unglück. Bei der Bergung des Unfallfahrzeugs leistete ein Kleinbagger, mit dem der ramponierte Schlepper „abgeseilt“ wurde wertvolle Unterstützung. Foto: vol.at, strauss

Ein ganzes Dorf wurde von der Unfallnachricht geschockt, doch Hubert Strolz hatte Glück im Unglück: „nur“ Sprung-gelenksverletzungen.

Warth. (stp) Wie ein Lauffeuer machte gestern am frühen Nachmittag die Meldung von einem schweren Unfall des Olypiasiegers Hubert Strolz die Runde. Nicht verwunderlich, standen doch viele Warther bei der Bergung des Verletzten und des Unfallfahrzeugs persönlich im Einsatz, der auch von der Feuerwehr Lech unterstützt wurde.

Den Ersthelfern bot sich ein Bild, das Schlimmstes befürchten ließ. „Hubert war unter dem Schlepper eingeklemmt, hatte offenbar ernsthafte Verletzungen an den Beinen erlitten“, schilderte Einsatzleiter Florian Huber, Kommandant der Warther Feuerwehr, die Situation, die sich freiwilligen Ersthelfern und Einsatzkräften der Bergrettung und Feuerwehr bot.

Eltern unter Schock

„Es hat schlimm ausgesehen“, meinte auch Ewald Strolz, der sichtlich geschockte Vater des Ski-Olympiasiegers, der hinzufügte, „dass es noch viel ärger hätte ausgehen können“. Freunde betreuten die Eltern des Verunglückten und atmeten ebenso wie die Angehörigen auf, als aus dem Landeskrankenhaus Feldkirch die Entwarnung kam: die Verletzungen sind zwar erheblich, aber doch nicht so schwer wie ursprünglich angenommen. Es handle sich um einen Bruch im Sprunggelenk, teilte der Vorarlberger Skiverband am Abend in einer Aussendung mit.

Wie die Ermittlungen ergaben, war der Olympiasieger von 1988 mit seinem Schlepper auf dem Hang hinter seinem Elternhaus mit Heuarbeiten beschäftigt. Dabei dürfte der Schlepper durch einen Stein ausgehebelt worden sein und kippte um. Hubert Strolz stürzte aus der Fahrerkabine und geriet mit den Beinen unter das Fahrzeug, das glücklicherweise zum Stillstand kam. Einen weiteren Überschlag des Schleppers hätte der Verunglückte mit großer Wahrscheinlichkeit nicht überlebt.

„Zum Eigengewicht des Fahrzeugs kam auch noch die Heuladung des praktisch voll beladenen Schleppers, dieses enorme Gewicht hätte wohl tödliche Folgen gehabt“, so ein Ersthelfer erleichtert, nachdem Strolz mit dem Hubschrauber ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen worden war. Die Bergung des Verletzten und des Unfallfahrzeugs gestaltete sich auf dem steilen Abhang sehr schwierig, wobei den Einsatzkräften nicht nur die Lecher Feuerwehr mit einem Team und dem Rüstfahrzeug zu Hilfe kam, sondern auch eine Baufirma, die auf einer Warther Baustelle einen Kleinbagger im Einsatz hatte, der binnen kürzester Zeit an den Unfallort gebracht wurde und mit dem der demolierte Schlepper gesichert und auf flaches Gelände „abgeseilt“ wurde.

Im ersten Moment war Schlimmstes zu befürchten, es bewahrheitete sich zum Glück nicht.

Florian Huber, Einsatzleiter