Kraftwerksbau am Illspitz geht voran

Vorarlberg / 24.07.2013 • 20:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kraftwerksbau am Illspitz: Zwei Wehrfelder sind bereits fertiggestellt. Am dritten wird gerade gebaut. Foto: SM
Kraftwerksbau am Illspitz: Zwei Wehrfelder sind bereits fertiggestellt. Am dritten wird gerade gebaut. Foto: SM

Die Bauarbeiten am dritten Wehrfeld sollen bis Herbst abgeschlossen sein.

feldkirch. (sm) Beim Kraftwerksbau am Illspitz vermisst der Beobachter spektakuläre Baumaßnahmen. Doch der Schein trügt: Die Bauarbeiten für die Erstellung des dritten Wehrfelds laufen auf Hochtouren, bisher allerdings hauptsächlich im Untergrund. „Es wurden bereits zahlreiche Bohrpfähle eingebracht, welche die Standsicherheit der technischen Anlagen des Wehrfeldes mit einer Breite von 15 Metern und eine Höhe von 4,5 Metern sichern müssen“, berichtet Manfred Trefalt, der Geschäftsführer der Stadtwerke Feldkirch. Die Arbeiten werden durch eine rund 100 Meter lange Spundwand gesichert, durch die das Baufeld im Trockenen bleibt. Die Fertigstellung des Wehrfelds wird für Herbst dieses Jahres anvisiert.

Der Bau des Krafthauses am linken Illufer braucht etwas mehr Zeit, denn um die Bodenplatte in der bis zu 17 Meter tiefen Baugrube betonieren zu können, müssen zunächst umfangreiche Maßnahmen zur Wasserhaltung und zur statischen Absicherung umgesetzt werden. Der Einbau der Turbinen, Generatoren, Transformatoren und Steuerungsanlagen ist im Frühjahr geplant. Im Sommer 2014 soll das Kraftwerk Illspitz den ersten Strom in das Feldkircher Stromnetz einspeisen.

Strom für 6000 Haushalte

Das Illspitz-Kraftwerk, an dem seit August 2012 gebaut wird, soll nach der Fertigstellung rund 6000 Haushalte mit Strom versorgen. Für die Stromproduktion nützt das Kraftwerk in erster Linie das natürliche Gefälle am Illspitz. Dabei wird der Aufstau der Ill so gering wie möglich gehalten. Das Krafthaus samt Einlaufbauwerk ist in den Damm integriert. Zahlreiche begleitende Maßnahmen wie die Grundwasserdotierung in Matschels, die beiden Fischaufstiegshilfen oder die „Kleine Ill“ sind laut Stadtwerke Garanten für die „optimale Ökobilanz“ des Projekts.