Spielsüchtige Partnerin verprügelt

Vorarlberg / 05.08.2013 • 21:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Bedingte Haft und Geldstrafe für Vorarlberger, der Freundin schlug und mit dem Tod bedrohte.

feldkirch. (gs) Lang war die Liste der Gewaltexzesse, die Richter Othmar Kraft dem 47-jährigen Asphaltierer aus Vorarlberg vorwarf: So habe der Mann seiner zwei Jahre jüngeren Lebensgefährtin im Februar mehrere Schläge ins Gesicht zugefügt. Er habe sie mit dem Fuß gegen den Oberkörper getreten, dabei eine Rippe gebrochen und Hämatome am ganzen Leib zugefügt. Im April – so die Anklage – verpasste er der Frau mehrere Ohrfeigen, ein Hämatom am linken Auge war die Folge. Während er sie dann auch noch würgte, hätte er sie mit dem Umbringen bedroht.

Geld verprasst

Als Angeklagter am Landesgericht Feldkirch bekannte er sich wörtlich „schon schuldig im Sinne der Anklage“. Aber es sei unter massivem Einfluss von Alkohol geschehen. „Härtere Sachen wie Wodka“, sagte er. „Und warum gehen Sie so auf Ihre Partnerin los?“, wollte der Richter wissen. „Es gab da ein kleines Problem“, kam als Antwort. „Sie war spielsüchtig. Verprasste mein ganzes schwer verdientes Geld. Und das habe ich nicht mehr eingesehen.“ Während er ahnungslos in der Nachtschicht gearbeitet hätte, sei sie in die Spielhölle gezogen, immer und immer wieder. „Sie hat mehrmals versprochen, damit aufzuhören. Doch die Sucht war stärker“, ergänzte er noch.

Nun aber sei die Sache ausgestanden. Seit den Vorfällen spiele sie wirklich nicht mehr. Und er lasse die Finger vom Alkohol.

Sein als Zeugin geladenes Opfer verweigerte die Aussage. Ihr Recht als Lebensgefährtin des Beschuldigten. Die beiden leben noch immer zusammen im gemeinsamen Haushalt.

Angesichts der fünf Vorstrafen des Angeklagten urteilte der Vorsitzende verhältnismäßig mild. Der 47-Jährige kam mit einer bedingten Haftstrafe von drei Monaten und einer unbedingten Geldstrafe in der Höhe von 960 Euro davon. „Entscheidend war Ihr umfangreiches Geständnis“, begründete der Richter. Mit den Worten: „Zahlen Sie die Strafe und die Sache ist erledigt. Also auf ein Nicht-Wiedersehen“ entließ er den Verurteilten.

Sie verprasste mein ganzes schwer verdientes Geld. Das habe ich nicht mehr einge-sehen.

angeklagter