Eifersuchtsszenen auf der Tanzfläche

Vorarlberg / 06.08.2013 • 21:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Auf „Zickenkrieg“ in einer Bar folgte Prozess am Bezirksgericht und Geldstrafe.

dornbirn. (lag) Kurz vor der Verhandlung bekam Richter Werner Feuerstein einen Anruf von der Polizeiinspektion, dass die Zeugin M. nicht vorgeführt werden könne, da sie unter der angegebenen Adresse nicht auffindbar sei. Deshalb stand die Beschuldigte in der vierten Hauptverhandlung, die der Fall nach sich zog, alleine vor dem Juristen.

Geschubst und gekratzt

„Genau vor einem Jahr hielt ich mich in einer Bar auf und wollte eigentlich einen gemütlichen Abend verbringen.“ Dass der junge Mann auf der Tanzfläche anscheinend mit einem anderen Mädchen tanzte, passte der aufmüpfigen jungen Dame aber gar nicht. Sie schubste und kratzte ihre vermeintliche Kontrahentin, riss sie an den Haaren, schlug ihr ins Gesicht. Der Richter bot der Beschuldigten schon in einer der vergangenen Verhandlungen einen „Deal“ von 250 Euro an. „Wenn wieder so ein Vorfall passiert, dann handle ich aber anders“, schickte er damals einen Appell an die Adresse der Beschuldigten. Doch die Angeklagte bleibt dabei: „Ich habe das nicht gemacht und will auch nichts mehr dazu sagen.“ Richter Feuerstein zweifelte jedoch sehr an den Aussagen des sturen Mädchens und verurteilte sie zu einer Geldstrafe von 320 Euro auf drei Jahre, davon muss sie 160 Euro sofort bezahlen. „Es ist nun die vierte Verhandlung in dieser Sache. Die vernommenen Zeugen waren sich einig, dass es auf der Tanzfläche durch Sie zu Rangeleien und Eifersuchtsszenen gekommen ist. Sie sind 21 Jahre alt, die angebotenen Diversion von 250 Euro haben Sie abgelehnt. Deshalb habe ich Sie heute schuldig gesprochen.“