Innerorts schneller vorankommen

Vorarlberg / 07.08.2013 • 19:57 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Auch Katharina vom Hotel Gams erledigt ihre Botengänge mit dem hauseigenen Fahrrad. Foto: l. Berchtold
Auch Katharina vom Hotel Gams erledigt ihre Botengänge mit dem hauseigenen Fahrrad. Foto: l. Berchtold

Einkaufen mit dem Rad und Radverleih: Der Bregenzerwald tritt in die Pedale.

Bezau. (VN-mm) Viele Strecken, die kürzer als fünf Kilometer sind, werden immer noch häufig mit dem Auto zurückgelegt. Dabei bietet sich speziell innerorts das Fahrrad als schnelles Fortbewegungsmittel geradezu an. Maria Meusburger, Leiterin der Kinderbetreuung der Marktgemeinde Bezau, hat diesen Vorteil schon längst für sich entdeckt. „Was möglich ist, erledige ich mit dem Rad“, sagt sie. Denn: „Im Dorf rentiert es sich nicht, das Auto zu nehmen.“

Radeln zum Regenerieren

Auch Tourismusbetriebe stellen für Erledigungen außer Haus vermehrt Dienstfahrräder zur Verfügung. Außerdem wurde zwischen Egg und Schoppernau ein Radverleihsystem installiert, das großen Anklang findet. Selbst der Bezauer Bürgermeister Georg Fröwis greift nach einer Wanderung über die Kanisfluh für die Rückfahrt gerne zu einem Leihrad.

Vor einiger Zeit wurde von der Wirtschaftsgemeinschaft Bezau vor allem das Einkaufen mit dem Fahrrad beworben. Um diese Aktion ist es zwar ruhig geworden, dennoch sind die Bezauer nach Einschätzung ihres Orts­chefs fleißige Radler geworden. Nicht nur der tägliche Einkauf wird öfter mit dem Drahtesel erledigt. „Es radeln auch viele zu ihren Arbeitsstellen“, weiß Fröwis zu berichten.

So wie Maria Meusburger. „Mit dem Rad bin ich flexibler und fast gleich schnell wie mit dem Auto“, sagt sie. Außerdem tue ihr die Bewegung vor und nach der Arbeit gut. Das Rad verschafft ihr zehn Minuten, in denen sie „herunterkommen“, sich regenerieren kann. Gleichzeitig steht Maria Meusburger dazu, auch ein Auto zu haben. Manchmal gehe es nicht ohne. Aber: „Es bleibt sehr oft in der Garage.“

Unkompliziertes Ausleihen

Wie mit den Alltagsradlern in der Gemeinde hat Bürgermeister Georg Fröwis auch eine besondere Freude mit dem Radverleih. „Fast alle Gemeinden zwischen Egg und Schoppernau, die entlang der Bregenzerach liegen, machen mit“, erzählt er stolz. Insgesamt 75 Fahrräder warten darauf, in Betrieb genommen zu werden. Wobei das Ausleihen sehr unkompliziert vonstatten geht. Das Rad kann telefonisch oder per Internet gebucht werden, die Zahlenkombination für das Schloss wird dabei gleich mitgeliefert. Die Gebühren sind bescheiden. Pro angefangene Stunde ist ein moderater Euro zu bezahlen. Das Maximum pro Tag liegt bei fünf Euro. Die Rückgabe kann in jeder teilnehmenden Gemeinde erfolgen. „Vor allem Gäste nehmen das Angebot stark in Anspruch“, erklärt Fröwis.

Sichere Verbindung

Einheimische nützen es gerne in Verbindung mit einer Wanderung, um zum Ausgangspunkt zurückzukommen. Wie auch immer: Die Route von Egg nach Schoppernau bietet Alltags- und Freizeitradlern eine schöne sowie sichere Verbindung. Außerdem gibt es gehörig etwas auf den Tacho. Denn die Gesamtlänge beträgt immerhin 30 Kilometer.

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