Weniger Lärm und mehr Sicherheit

Vorarlberg / 08.08.2013 • 19:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Weniger Lärm und mehr Sicherheit

Sanierung von Lange­ner Umfahrung verläuft planmäßig: Erste Röhre ist wieder befahrbar.

Klösterle. (VN-tw) Millionenfach befahrene Straßenstücke können naturgemäß in die Jahre kommen. Sowohl darüber rollende Fahrzeuge als auch starker Einsatz von Streusalz während des Winters sorgen nicht nur für Abnützungen auf der Fahrbahn. Auch Teile von Brückenkonstruktionen können dabei in Mitleidenschaft gezogen werden. So auch im Klostertal im Bereich des Langener Tunnels (S 16), der auch als Umfahrung der Berggemeinde Klösterle gilt.

34 Jahre altes Brückenbauwerk

Dort hat die Asfinag als Straßenerhalter am 12. Juni umfangreiche Sanierungsarbeiten in Angriff genommen. Ziel der Instandhaltung ist die Erhaltung der Sicherheit in den Tunnels und auf den Brücken. Neben einer Vollsanierung der Asphaltdecke in den beiden Gegenverkehrsröhren werden auch Teile der 1991 erbauten Hangbrücke „Wilden“ sowie der 1979 in Betrieb genommenen „Alfenzbrücke“ auf Vordermann gebracht.

Austausch von Dichtungen

Wobei die Stahlbetonkons­truktionen laut Expertengutachten „keine ungewöhnliche Abnützungserscheinungen“ aufweisen. Es gehe dabei lediglich um den Austausch von Dichtungen, heißt es bei der Asfinag.

Gleichzeitig wird auch der Asphalt auf den Brücken zur Gänze erneuert. Apropos Asphalt: Beim Bau der neuen Fahrbahn wird laut Projektleiter Walter Nussbaumer sogenannter „Splittmax“ verwendet. Davon würden Fahrzeuglenker und Anrainer gleichsam profitieren. „Dieser Fahrbahnbelag bietet mehr Griffigkeit und wirkt lärmmindernd.“

Erste Sanierungstetappe fertig

Die umfangreichen baulichen Maßnahmen erfordern Vollsperren der Fahrbahnen und Tunnels. Die erste Sanierungsetappe konnte nach sechs Wochen Bauzeit bereits Ende Juli abgeschlossen werden. Damit ist eine der Röhren fertig saniert und derzeit als Gegenverkehrstunnel befahrbar (Grafik). Seither ist der doppelspurige Tunnel in Fahrtrichtung Tirol für jeden Verkehr gesperrt.

Darüber hinaus ist während der Bauzeit, die ebenso auf rund sechs Wochen anberaumt ist, die Abfahrt bei der Ansschlussstelle Langen in Richtung Tirol nicht benutzbar. Eine Umleitung des Verkehrs erfolgt über die
S-16-Anschlussstelle Wald am Arlberg. Alexander Holzedl gibt sich als Pressesprecher der Asfinag angesichts der zeitgemäßen Fertigstellung der ersten Bauphase optimistisch, auch die zweite Sanierungsstufe in absehbarer Zeit abschließen zu können: „Wir gehen davon aus, die Arbeiten bis spätestens Anfang September unter Dach und Fach zu haben.“

Fakten zum Bau

Sanierung des Langener Tunnels (S 16)

» Bauloslängen: jeweils 4 Kilometer

» Verbaute Asphaltmenge: 11.000 Tonnen

» Baustart: 12. Juni 2013

» Fertigstellung: Anfang September 2013

» Fahrzeugfrequenz: 12.300 pro Tag