Handy am Steuer: Teures Vergnügen im Ausland

Vorarlberg / 11.08.2013 • 21:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Österreich bewegt sich die Strafe für das Telefonieren am Steuer mit 50 Euro im unteren Mittelfeld. Foto: VN

In Österreich bewegt sich die Strafe für das Telefonieren am Steuer mit 50 Euro im unteren Mittelfeld. Foto: VN

Telefonieren am Steuer wird im Ausland mit bis zu 220 Euro geahndet. Österreich im unteren Mittelfeld.

Schwarzach. Mal schnell eine SMS getippt, in den sozialen Netzwerken umgeschaut oder noch eben die Freundin oder den Freund anrufen – dass das Benutzen des Handys am Steuer vom Verkehrsgeschehen ablenkt und damit zur Gefahr für alle Beteiligten wird, ist unbestritten. In den meisten europäischen Ländern gilt daher striktes Handyverbot am Steuer. Verstößt man dagegen, kann es teuer werden. „Abhängig vom Land werden Strafen zwischen zehn und 220 Euro verhängt“, weiß ÖAMTC-Touristiker Thomas Dürnsteiner.

Wer in Europa unterwegs ist, muss die national geltenden Regelungen beachten. Die höchsten Strafsätze werden in den Niederlanden und in Dänemark verlangt – es wird hier ein Pauschalbetrag von 220 bzw. 200 Euro fällig – wobei in den Niederlanden bereits das Halten eines Handys während der Fahrt im Auto strafbar ist. In Spanien kostet das Telefonieren am Steuer mindestens 200 Euro. Auch Italien ist mit Strafen ab 155 Euro teuer. Wird man nachts zwischen 22 und 7 Uhr erwischt, ist die Strafe sogar um ein Drittel teurer als untertags. „Österreich und Polen bewegen sich mit 50 Euro Minimum im unteren Mittelfeld, was die Strafsätze angeht – genauso wie Deutschland mit pauschalen 40 Euro“, so der ÖAMTC-Experte. Am niedrigsten ist die Strafe in Bosnien-Herzegowina mit mindestens zehn Euro, gefolgt von Bulgarien und Malta mit einer Mindeststrafe von 25 Euro. Auch die Türkei (ab 30 Euro) liegt im unteren Strafhöhenbereich.

Freisprecheinrichtungen

Immer mehr Länder in Europa fordern den Einsatz von Freisprecheinrichtungen im Auto. In Griechenland, wo das Handytelefonieren mit 100 Euro Pauschalpreis bestraft wird, und in Serbien (45 Euro) sind sogar nur kabellose Freisprecheinrichtungen erlaubt, die via Bluetooth mit dem Mobiltelefon verbunden sind. Kopfhörer sind in beiden Ländern verboten. In Spanien muss die Freisprechanlage sogar ins Fahrzeug eingebaut sein. Auch hier sind Kopfhörer strengstens verboten. Außerdem müssen in Spanien Handys an Tankstellen immer abgeschaltet sein, in Frankreich wird dies zumindest empfohlen.

In Finnland wiederum hat man sich den Verhältnissen angepasst: Dort gilt das Handyverbot auch für Schneemobile und Traktoren und wird mit bis zu 115 Euro geahndet.