Drogenschmuggler an der Grenze gestoppt

Vorarlberg / 13.08.2013 • 21:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Grenzwächter fanden bei Autodurchsuchungen in Diepoldsau und Au gleich mehrere Päckchen Suchtgift. Foto: grenzwachtregion iii
Die Grenzwächter fanden bei Autodurchsuchungen in Diepoldsau und Au gleich mehrere Päckchen Suchtgift. Foto: grenzwachtregion iii

Grenzwächter stellten innerhalb eines Monats rund 17 Kilo Suchtgift sicher.

lustenau, au. (VN-mef) Zehn Kilo Marihuana, vier Kilo Heroin, 1,8 Kilo Kokain und ein Kilo Haschisch: Die Schweizer Grenzwächter stellten innerhalb eines Monats in Au und Diepoldsau gleich 17 Kilo Drogen sicher. Das Marihuana wurde in einem Linienbus aus Osteuropa entdeckt. Das Heroin war in den Hohlräumen des Autos eines Bulgaren versteckt, das Kokain im Wagen eines türkischen Staatsbürgers und das Kilo Haschisch im Fahrzeug eines Libanesen.

Der Bus aus Osteuropa und das Auto mit dem bulgarischen Kennzeichen wurden bereits Ende Juni gestoppt, wie Andrea Schmid, der Informationsbeauftragte der Grenzwachtregion III, gestern mitteilte. In Diepoldsau haben die Grenzwächter die Reisetaschen und Koffer geröntgt, die sich im Bus befanden. In einem offenbar „herrenlosen“ Gepäckstück sei das Marihuana versteckt gewesen.

Tags darauf zogen die Beamten am Grenzübergang Lustenau–Au einen 34 Jahre alten Bulgaren aus dem Verkehr. Der Mann wollte mit vier Kilo Heroin in die Schweiz einreisen. Das Suchtgift war in insgesamt acht Pakete aufgeteilt und in den Hohlräumen des Autos verstaut worden.

Ebenfalls bei der Einreise in die Schweiz flog ein Türke auf, als er sich in Au mit Reisedokumenten auswies, die nicht ihm gehörten. Als in der Folge mittels Fingerabdrücken die Identität des Mannes geklärt wurde, stellte sich heraus, dass er bereits als Dealer aktenkundig ist. „Spezialisten der Grenzwacht durchsuchten daraufhin den Wagen des Mannes und wurden fündig. In Verstecken lagerten drei Pakete mit 1,8 Kilogramm Kokain“, teilte Schmid mit.

Mit einem gefälschten Führerschein und Haschisch im Gepäck war ein 31-jähriger Libanese in Richtung Hohenems unterwegs. Als die Grenzwächter nach der Ausweiskontrolle seinen Wagen durchsuchten, fanden sie in einem Hohlraum zwei Pakete mit einem Kilogramm Haschisch, die der Mann aus der Schweiz schmuggeln wollte.

Die Kantonspolizei St. Gallen ermittelt nun gegen die mutmaßlichen Drogenschmuggler.

130 Grenzwächter

Im Bereich des Rheintals hält die Grenzwachtregion III vier Grenzposten besetzt. Rund 130 Beamte sind derzeit im Einsatz. Im Vorjahr stellten diese insgesamt 18,5 Kilo Heroin, Kokain und Haschisch sowie 1876 Hanfsetzlinge sicher. Heuer griffen sie neben den vier bereits erwähnten Fällen auch noch zwei Drogenschmuggler auf, die im März mit insgesamt drei Kilogramm Kokain im Gepäck von Mäder in die Schweiz einreisen wollten.

Jahresbilanz 2012

Grenzüberschreitende Kriminalität

Die Grenzwachtregion III stellte im Vorjahr folgende Mengen sicher:

» Haschisch/Marihuana (in kg):
2,2 (6,4 im Jahr 2011)

» Heroin: 1,2 (12)

» Kokain: 1,8 (0,1)

» Hanfsetzlinge (Stk.): 1876 (91)

» Verbotene Waffen: 347 (280)

» Gefälschte Dokumente: 190 (174)