Heißer Juli rettete die Freibadsaison im Ländle

Vorarlberg / 14.08.2013 • 18:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Fabienne und Julia genießen ihre Ferien im Freibad Rheinauen – auch wenn das Thermometer wie gestern keine 30 Grad anzeigt. Foto: VN/P. Steurer
Fabienne und Julia genießen ihre Ferien im Freibad Rheinauen – auch wenn das Thermometer wie gestern keine 30 Grad anzeigt. Foto: VN/P. Steurer

Freibäder ziehen positive Zwischenbilanz. Mancherorts fielen sogar Rekorde.

Schwarzach. Nach 15 Jahren als Bademeister im Freibad Hittisau kann Markus Steurer nichts mehr überraschen. Auch nicht das heurige Sommerwetter. „Im Endeffekt ist der Sommer immer gleich“, stellt er fest. „Ist das Wetter die ersten Sommerwochen schlecht, ist es später umso besser. Und umgekehrt.“ Während man in Hittisau mit einer „normalen“ Freibadsaison zufrieden ist, hat man im Hohenemser Freibad Rheinauen die Besucherzahlen des vergangenen Sommers bereits übertroffen. „Wir liegen sowohl bei den Besucherzahlen, als auch beim Umsatz rund zwölf Prozent über dem Vorjahr“, freut sich Geschäftsführer Ewald Petritsch. Rekordzahlen verzeichnete das größte Freibad Vorarlbergs an einem heißen Juli-Sonntag: 7300 Besucher stürmten das riesige Gelände am Alten Rhein und gönnten sich eine Abkühlung. Äußerst zufrieden zeigt sich auch Alexander Fritz vom Strandbad Bregenz: „Die Besucherzahlen liegen derzeit bei rund 135.000 Besucher.“ In einer durchschnittlichen Saison zählt das Strandbad 150.000 Besucher. „Es sieht ganz danach aus, dass wir diese Grenze noch erreichen“, freut er sich in Anbetracht des „irrsinnig“ schlechten Wetters im Mai und Juni.

Schon jetzt besser als 2012

Wettgemacht hat auch das Waldbad Enz in Dornbirn die Flaute zu Sommerbeginn. Die komplette Badesaison 2012 zählte das Freibad 55.304 Besucher. Heuer waren es bereits 52.029. Die Zeichen deuten also auf eine gute Saison hin. Ein rekordverdächtiger Sommer hingegen wird im Schwimmbad Felsenau in Frastanz verbucht. „Die Einbußen der Monate Mai und Juni konnten wir längst einholen. Am Dienstag haben wir sogar die Einnahmegrenze des Vorjahres überschritten“, freut sich Bademeister Erwin Wehinger im Gespräch mit den VN und lässt es sich nicht nehmen, bei dieser Gelegenheit auf das „Vollmondschwimmen“ bis Mitternacht am kommenden Mittwoch hinzuweisen.

Ausgleich durch Hallenbad

Zufrieden, aber bei Weitem nicht euphorisch blickt Klaus Allgäuer vom Val Blu auf die bisherige Saison zurück: „Dieser Sommer hat nicht das Potenzial für einen Rekordsommer.“ Zwar konnten die Umsatzeinbußen im Freibad aufgrund des schlechten Wetters zu Sommerbeginn durch mehr Besucher im Hallenbad ausgeglichen werden, aber von einem Spitzensommer spürt man in Bludenz nichts. Und das, obwohl die Saison erwartungsgemäß besser wird als 2012.

Das prognostizierte Wetter der nächsten Tage wird auf jeden Fall wieder Tausende Vorarlberger in die Freibäder locken.

Das Traumwetter im Juli ließ neben Freibadbetreibern auch Samuel und Elisa die Startschwierigkeiten des Sommers vergessen.  Hofmeister
Das Traumwetter im Juli ließ neben Freibadbetreibern auch Samuel und Elisa die Startschwierigkeiten des Sommers vergessen. Hofmeister