„Ma richt’s“ ist das Motto des Jubelpaars!

Vorarlberg / 14.08.2013 • 20:43 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Paar inmitten der Blumen im „geliebten Ried.“
Das Paar inmitten der Blumen im „geliebten Ried.“

Christiane und Maifried Grabher feiern diamantene Hochzeit.

Lustenau. Wenn es in den letzten Jahren auch manche gesundheitlichen Probleme zu bewältigen gab, lassen sich Christiane und Maifried Grabher nicht unterkriegen und raffen sich immer wieder auf. „Es nützt ja nichts“, meint die Jubilarin mit Überzeugung, „wenn man den Kopf hängen lässt und sich verkriecht!“

Mit ihrer Familie, zu der neben ihren drei Söhnen und den Schwiegertöchtern auch Enkel Andreas zählt, der zwanzig Jahre bei seinen Großeltern aufwuchs und immer wieder ein gern gesehener Gast ist, wird das Jubelpaar den besonderen Hochzeitstag mit einem feinen Essen im Gasthaus feiern. Vor sechzig Jahren gaben sie sich in Fohnsdorf in der Steiermark das Eheversprechen. Es war ein schöner, sonniger Tag damals, am Fest Mariä Himmelfahrt 1953, und sie feierten mit etwa vierzig Gästen.

Christiane Grabher wurde 1934 geboren und wuchs in einer großen Familie in Zeltweg auf. Gleich nach der Schule, mit nicht einmal fünfzehn Jahren, kam sie allein nach Vorarlberg und fand in der Weberei der Firma Hofer-Bösch ihre erste Arbeitsstelle. Später arbeitete sie in der Weberei Vonach und nach ihrer Heirat viele Jahre als Heimarbeiterin. Die letzten Jahre bis zur Pensionierung war Frau Grabher bei der Firma Perzi beschäftigt.

Ihr Gatte Maifried kam 1931 in Lustenau zur Welt, seine Eltern waren Berta und Anselm Grabher (Kouschos). Auch er wuchs inmitten einer großen Geschwisterschar in der Sandstraße und im Hinterfeld auf. Nach der Schulzeit absolvierte er im Kleiderhaus Wöginger eine Schneiderlehre und wechselte später in die Weberei Vonach. Die Firma Peintner in der Morgenstraße und die Weberei Hämmerle waren weitere Stationen seines beruflichen Werdegangs.

Anlässlich einer Tanzveranstaltung lernten Christiane und Maifried einander im Gasthof Linde kennen, und sie waren noch sehr jung, als sie sich in der Heimat der Frau das Jawort gaben. In den folgenden neun Jahren stellten sich die drei Söhne Gerd, Wilfried und Kurt ein, und 1973 konnten sie ihre neue Wohnung in der Hofsteigstraße 8 beziehen, wo sich das Jubelpaar heute noch wohlfühlt.

Für seine Verdienste als langjähriger Schiedsrichter (von 1956 bis 1991) wurde Maifried Grabher 1992 vom Vorarlberger Schiedsrichterverband mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Auch zwei seiner Söhne traten in seine Fußstapfen, wobei es Sohn Gerd sogar zum FIFA-Schiedsrichter brachte. Gern verbringt das Ehepaar Grabher in der warmen Jahreszeit viele Stunden im Ried, wo es neben Gemüse und prächtigen Blumen auch Hühner zu versorgen gilt und Gastfreundschaft jederzeit gepflegt wird. Am heutigen Festtag wünschen Angehörige, Freunde und Nachbarn zur diamantenen Hochzeit das Allerbeste, vor allem Gesundheit und frohe Stunden im Kreis der Familie!

Hochzeit mit 19 und 22 Jahren am 15. August 1953.
Hochzeit mit 19 und 22 Jahren am 15. August 1953.