„C8“-Pilot musste notlanden – Kollegen übernahmen Einsatz

Vorarlberg / 16.08.2013 • 22:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Rotorblatt des Rettungshubschraubers prallte im Montafon gegen Stein.

nenzing. (VN-mef) Weil ein Rotorblatt durch einen Stein beschädigt worden war, musste der Pilot des Rettungshubschraubers „Christophorus 8“ am Mittwoch während eines Einsatzes im Montafon notlanden. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand. Wie es zur Panne kommen konnte, ist bislang weiter unklar. „Die Erhebungen laufen noch“, teilte Arthur Köb, Leiter der Flugrettung gestern auf VN-Anfrage mit. Der „C8“ sei seit Donnerstag wieder einsatzfähig. Die Schadenshöhe war vorerst nicht bekannt. Während der Reparaturarbeiten wurde der Besatzung eine Ersatzmaschine zur Verfügung gestellt. Der ÖAMTC müsse gewährleisten, dass bei technischen Problemen innerhalb spätestens zwei Stunden ein Ersatzhubschrauber am Standort in Vorarlberg eintrifft, sagt Köb.

Unterstützung angefordert

Den laufenden Einsatz am Mittwoch in Partenen musste die Crew eines anderen Hubschraubers übernehmen. Ist der „C8“ gerade nicht einsatzfähig, kommt die Rettung aus der Luft aus Tirol, St. Gallen, Friedrichshafen oder Kempten. Im Winter gibt es zudem Unterstützung von der Gallus-1-Besatzung. „Je nach Einsatzort und welcher Hubschrauber gerade frei ist“, hieß es seitens der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle in Feldkirch, welche die Rettungsaktionen koordiniert. Der Patient werde jedenfalls vor Ort erstversorgt. Der Abtransport verzögere sich in einem solchen Fall maximal ein paar Minuten. „Durchschnittlich beträgt unsere Eintreffzeit in Vorarlberg acht bis zehn Minuten. Im Bereich der Bielerhöhe kann es bis zu zwölf Minuten dauern“, berichtet Köb. Die Crew des „C8“ werde derzeit drei bis fünf Mal pro Tag alarmiert. Hauptsächlich handle es sich derzeit um verletzte Wanderer, die ins Krankenhaus geflogen werden müssen. Auf insgesamt 765 Einsätze kamen Vorarlbergs Flugretter, die in Nenzing stationiert sind, im Vorjahr. Hin und wieder wird der „C8“ auch ins Ausland oder nach Tirol gerufen. Wie aus der Jahresstatistik des ÖAMTC hervorgeht, waren es im Vorjahr 15 Einsätze außerhalb Vorarlbergs, darunter neun in Deutschland. „Dabei handelt es sich hauptsächlich um Einsätze im grenznahen Allgäu-Gebiet“, sagt Köb.

Durchschnittlich beträgt unsere Eintreffzeit 8 bis 10 Minuten.

arthur Köb, Flugrettung

Einsatzstatistik ,,C8“

Der Rettungshubschrauber „Christophorus 8“ war im Vorjahr 765 Mal im Einsatz:

» Unfälle Sport/Freizeit alpin: 344

» Internistische Notfälle: 166

» Verkehrsunfälle: 59

» Arbeitsunfälle: 50

» Neurologische Notfälle: 39

» Unfälle Sport/Freizeit: 31

» Haushaltsunfälle: 26

» Chirurgische Notfälle: 10

» Suizid: 7

» Pädiatrische Notfälle: 4

» Sonstige Notfälle: 3

» Bergnot: 2

» Gynäkoloischer Notfall: 1

» Sonstige/keine Angabe: 23