Glasverbot braucht immer noch Kontrollen

Vorarlberg / 16.08.2013 • 18:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vorbildlich: Dominique hält sich an das Glasverbot und nutzt in den Bregenzer Seeanlagen Plastikbecher. Foto: VN/Steurer
Vorbildlich: Dominique hält sich an das Glasverbot und nutzt in den Bregenzer Seeanlagen Plastikbecher. Foto: VN/Steurer

Auch sieben Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung am Bregenzer Bodenseeufer.

Bregenz. (VN-zud) Im Sonnenuntergang mit einer Flasche Wein am Ufer des Bodensees zu sitzen, ist seit über sieben Jahren in Bregenz nicht mehr erlaubt. Die Stadtvertretung hat am 20. Juni 2006 ein Glasverbot beschlossen. In der ortspolizeilichen Verordnung ist dies etwas schwer verständlich als „Einbringung von Glasgebinde zum Zwecke der Verwendung im Geltungsbereich dieser Verordnung“ umschrieben. Doch die Hinweistafeln in den Seeanlagen sprechen eine deutlichere Sprache: „ACHTUNG! Ab hier gilt ein generelles Glasverbot.“ Einige schwere Unfälle mit Glasscherben, die nach ausgelassenen Partys am Seeufer im seichten Wasser zurückblieben, haben zu diesem Verbot, das im gesamten Bereich des Seeufers von der Achmündung bis zur Staatsgrenze gilt, geführt.

„Verbot hat sich bewährt“

„Das Verbot hat sich auf jeden Fall bewährt und ist auch notwendig“, zieht Abteilungsleiter Günter Jäger nach über sieben Jahren eine positive Bilanz. Nichtsdestotrotz sind ständige Kontrollen unverzichtbar. „Bei gutem Wetter sind Securities jeden Tag unterwegs und klären die Besucher der Seeanlagen insbesondere im Bereich der Pipeline auf“, berichtet Jäger. Die meisten verstehen, dass dieses Verbot notwendig ist und halten sich daran. „Auch wenn es für die Beteiligten, die es sich gerade mit einer Kiste Bier gemütlich gemacht haben, natürlich nicht so lustig ist, muss das Glas weg“, kennt Jäger keine Gnade. Kommt es zu Problemen mit uneinsichtigen Badegästen oder Besuchern, wird die Stadtpolizei hinzugezogen.

Bauhof alle Hände voll zu tun

Obwohl sich die Menge an liegen gelassenen Glasflaschen stark reduziert hat, haben die Mitarbeiter des Bauhofs alle Hände voll zu tun, den restlichen Müll abzutransportieren. Bei schönem Wetter führt die Tour täglich ans Seeufer, wo mehrere Kubikmeter Restmüll zusammenkommen.