Zaunstreit: Gemeinde und Anrainer einigten sich

Vorarlberg / 22.08.2013 • 21:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dieser Zaun sorgte in Zwischenwasser für viele Diskussionen. Foto: HW
Dieser Zaun sorgte in Zwischenwasser für viele Diskussionen. Foto: HW

Einfache Lösung nach langem Streit über Nutzung des Frutzdamms in Zwischenwasser.

zwischenwasser. (VN) Ein von Hausbesitzern angebrachter Zaun, der öffentlichen Grund versperrt, hat in der Vorderland-Gemeinde Zwischenwasser ein Jahr lang für hitzige Diskussionen gesorgt. Nun scheint eine Lösung, oder besser gesagt ein Kompromiss gefunden: Eine Türe soll den leidigen Zwist beenden.

Gärten erweitert

Die lange Vorgeschichte in aller Kürze: Der Dammbereich an der Frutz wurde seit jeher überwiegend von den Anrainern genutzt. Gärten wurden erweitert und Garagen aufgestellt. Mehr als 40 Jahre lang störte das niemanden. Dann, im Jahr 2005, kam das große Hochwasser und daraus folgend die Verbauung des Frutz-Teilstücks. Die Wildbach- und Lawinenverbauung sowie der Bund als Eigentümer stellten vor Baubeginn die Bedingung, dass die Dammkrone im Katastrophenfall und für Instandhaltungsarbeiten befahrbar sein muss und nicht mehr privat genutzt werden darf. Einer Weisung seitens der Gemeinde, den Zaun abzubrechen, kamen die Anrainer jedoch nicht nach. Stattdessen schalteten sie einen Anwalt ein, der ein Nutzungsrecht durchsetzen sollte. Für weiteren Unmut in der Gemeindestube sorgte schließlich ein Hundewarnschild, mit dem die Anrainer Spaziergänger abhalten wollten. „Mein Haus! Mein Garten. Meine Familie! Betreten auf eigene Gefahr“, stand darauf zu lesen.

Zaun mit Gehtüre

Ende Juli hat Neo-Bürgermeister Kilian Tschabrun gemeinsam mit den Anrainern eine Lösung für das leidige Problem gefunden. Nun soll beidseitig ein Zaun mit Gehtüre errichtet werden. „Der Zaun, der im Ernstfall entfernt werden kann, dient auch dazu, das Befahren der Dammkrone mit dem Fahrrad oder dem Moped zu verhindern“, so Tschabrun, der mit diesem Kompromiss einen rund ein Jahr dauernden Streit zwischen der Gemeinde und den Anrainern ad acta legen kann. Der neue Zaun soll demnächst errichtet werden. Entsprechende Angebote seien bereits eingeholt worden, heißt es aus der Gemeinde.