Die Liebe ist ein starkes Band

Vorarlberg / 25.08.2013 • 17:36 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Noch viele schöne gemeinsame Jahre wünscht sich das Paar.
Noch viele schöne gemeinsame Jahre wünscht sich das Paar.

Dornbirn. An ihrem 50. Hochzeitstag blicken Wiltrud, geb. Gstöhl, und Bernhard Dünser auf glückliche und ereignisreiche Jahre zurück. Als Jugendliche lernten sie sich bei der KJ kennen, es dauerte dann aber einige Jahre, bis aus Freundschaft Liebe wurde. „Wir sind nur ein halbes Jahr miteinander gegangen“, erinnert sich das Jubelpaar. Wiggi, wie Wiltrud schon seit Kindertagen genannt wird, lag wegen einer ernsten Geschichte im Krankenhaus und kurz entschlossen wurde das Aufgebot bestellt und 26 Tage später im Kapuzinerkloster geheiratet. Das Hochzeitskleid nähte ihre Schwester aus dem Stoff, den die Oma besorgt hatte. Die Hochzeitsfeier war in Sibratsgfäll, wo das Paar auch schöne Flitterwochen bei einer Spitalsbekanntschaft verbrachte.

„Ich war als Kind und Jugendliche oft krank. Ich bin in der Gärtnerei meiner Eltern groß geworden und habe Blumen immer sehr geliebt. Meine Oma hat sich um mich gekümmert und mir auch den Tipp gegeben, ich soll singen, wenn ich mich nicht wohl fühle, das hat mir geholfen“, erzählt Wiggi. Sie absolvierte nach der Schulzeit eine kaufmännische Lehre bei der Firma Winder, arbeitete dann bei Schmidinger, Ölz und Elastisana und führte nach dem Tod des Vaters den Haushalt für ihre Geschwister und die Mutter. Bernhard Dünser war das einzige Kind und der Augapfel der Mutter, denn auch er war oft krank und litt viele Jahre unter starken Kopfschmerzen. Er erlebte schöne Kinder- und Jugendjahren, entschloss sich auch zu einer kaufmännischen Lehre bei der Firma Gebr. Ulmer, um dann bis zur Pensionierung 30 Jahre bei Helene Niederer zu arbeiten.

Eine Familie wird gegründet

Nach den Flitterwochen richtete sich das Paar in Bernhards Elternhaus häuslich ein und freute sich bald über die Geburt von Thomas, Margit und Hiltrud, die mit viel Liebe erzogen wurden. Sechs Enkel und zwei Urenkel sind die weiteren Nachkommen und der ganze Stolz der Jubilare. Nach 25 turbulenten Jahren zog das Paar in die Nachbauerstraße und hatte Silberhochzeit und 15 Jahre später in die Müllerstraße. „Wir haben Höhen und Tiefen erlebt, Gesundheit und Krankheit. Besonders schlimm war der Unfall unseres Sohnes Thomas. Er wurde von einem Auto angefahren und war nach dem Unfall einige Jahre krank und unruhig. Zum Glück ist alles gut ausgegangen“, so das Paar, „er lebt heute mit seiner Frau und den beiden Töchtern in Auckland/Neuseeland. Wir haben ihn schon oft besucht.“ Auch Reisen nach Kamerun, New York, Boston und viele europäische Länder und natürlich Bergwanderungen, begeisterten das Paar, das nun, nach schweren Krankheiten des Jubilars, den Lebensabend zu Hause verbringt und sich gerne als Hundesitter zur Verfügung stellt. Kraft geben ihnen die Treffen mit der Franziskanischen Gemeinschaft, nach deren Ordensregeln das Paar lebt. Bernhard begeisterte sich auch für Fußball, die Naturfreunde und Naturwacht. Wiggi Dünser trifft sich jeden Donnerstag in der Seniorenhandarbeitsrunde mit Gleichgesinnten und verwöhnt alle mit ihrem Kaffee und einer guten Jause.

Ihr goldendes Hochzeitsjubiläum feiern Wiggi und Bernhard Dünser heute um 10 Uhr im Kapuzinerkloster mit einer Messe, die vom Gemeinschafts-Chörle musikalisch umrahmt wird, und einer anschließenden Agape. Sie freuen sich auf das Zusammensein mit der Familie und Nachbarn und wünschen sich noch viele schöne gemeinsame Jahre.

Der schönste Tag im Leben.
Der schönste Tag im Leben.