Der erste ganz große Schritt für die Kleinen

Vorarlberg / 26.08.2013 • 19:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Beim Spielen können die Kindergartenkinder aus dem Vollen schöpfen. Foto: VN/Paulitsch
Beim Spielen können die Kindergartenkinder aus dem Vollen schöpfen. Foto: VN/Paulitsch

Kindergärten haben sich zu einer vielfältigen Bildungseinrichtung entwickelt.

Schwarzach. (VN-mm) Der erste große Schritt für Kleine ist wohl jener in den Kindergarten. Denn erstmals kommt eine gewisse Regelmäßigkeit in ihr Leben außer Haus. Rund 9400 Mädchen und Buben werden in den 250 Kindergärten des Landes betreut. Um ihr Wohl kümmern sich fast 1000 speziell geschulte Pädagoginnen und Pädagogen sowie 300 Helferinnen.

Finanzielle Hilfe

Das Land wiederum unterstützt die Gemeinden, die Träger der Kindergärten sind, finanziell. Im vergangenen Jahr wurde der Kindergartenbereich mit 35,5 Millionen Euro gefördert. Für heuer sind 36 Millionen Euro budgetiert. Zahlreiche Kinder dürfen sich unter anderem deshalb auf neue Räumlichkeiten freuen. So beispielsweise in Muntlix, Lochau, Lustenau und Bludenz, wo ältere Kindergärten durch neue ersetzt bzw. erweitert wurden. Zudem sollen laut Kindergarteninspektorin Margot Thoma die pädagogischen Schwerpunkte verstärkt werden. Sie nennt dabei vorrangig die Fortführung und Vertiefung der Sprachförderung, die spezifische Förderung von Dreijährigen sowie eine intensivere Zusammenarbeit mit den Eltern und Volksschulen. „Aber immer soll dabei das Kind im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen“, betont Thoma.

Ein wichtiger Bereich stellt in diesem Zusammenhang die Frühpädagogik dar. „Im Kindergarten wird die Basis für den weiteren Bildungsweg gelegt. Daher ist und bleibt die Gestaltung der Frühpädagogik ein entscheidendes Zukunftsthema“, betont auch Landesrätin Dr. Bernadette Mennel. Dies vor allem in Hinblick darauf, dass neben den Vier- und Fünfjährigen auch bereits rund 1600 Dreijährige, das sind 41 Prozent dieser Altersgruppe, den Kindergarten besuchen.

Bewegte Kindheit

Ebenfalls immer größere Bedeutung im Sinne der Gesundheitsförderung kommt der Bewegung zu. Je früher damit begonnen wird, umso leichter tun sich Kinder auch später, körperlich aktiv zu bleiben. Seit 2009 gibt es deshalb ein Weiterbildungsangebot zur Bewegungsförderung in Kindergärten. Inzwischen haben bereits über 240 engagierte Pädagoginnen und Pädagogen diesen besonderen Kurs absolviert.

Seit dem Frühjahr 2013 gibt es eine entsprechende Zusatzausbildung auch für das pädagogische Personal in Kleinkinderbetreuungen und Spielgruppen. „Damit ist ein Leitfaden durch eine aktive und bewegte Kindheit gezogen, der in den kommenden Jahren immer weiter gesponnen werden soll“, so Landesrätin Mennel. Denn Bewegung im Kindesalter tut nicht nur Geist und Körper gut, sondern bietet auch die Chance für eine verbesserte Lern- und Leistungsfähigkeit.

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