Zeig mir deine Uhr und ich sage dir, wer du bist

Vorarlberg / 26.08.2013 • 17:55 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Simon Baker – vom Surferboy mit Taucheruhr zum Hollywoodstar mit elegantem Zeitmesser. Foto: Reuters/Fred Prouser

Simon Baker – vom Surferboy mit Taucheruhr zum Hollywoodstar mit elegantem Zeitmesser. Foto: Reuters/Fred Prouser

Was eine Uhr über eine Person aussagt? Ziemlich viel, wie wir zum Beispiel von Simon Baker erfuhren.

Wien. Die richtige Uhr zu finden, gestaltet sich fast ein bisschen wie die Suche nach dem richtigen Ehepartner. Finde eine passende und du möchtest sie ein Leben lang behalten; entscheide dich für die falsche und du willst sie spätestens nach einem oder zwei Jahren wieder loswerden – wie im Falle von „The Mentalist“ Simon Baker, dessen erste tickende Beziehung von Anfang an zum Scheitern verurteilt war . . .

Die allererste Uhr

„Als ich noch sehr jung war, bin ich viel gesurft. Um 17 Uhr musste ich immer zu Hause sein, meine Eltern waren sehr streng. Und weil ich mir keine Uhr leisten konnte, habe ich die anderen im Wasser immer gefragt, wie spät es ist – was alle genervt hat. Also habe ich mir irgendwann eine gebrauchte, wasserdichte Taucheruhr gekauft. Die Zahlen auf der Lünette waren schon nicht mehr lesbar. Aber sie hat einigermaßen funktioniert. Ich musste sie jeden Tag stellen, damit sie nicht stehen blieb und sie hatte ein stinkendes Klettverschluss-Armband.“

Verständlich, dass dieser funktionale Style irgendwann einem anderen Zeitmesser weichen musste und aus dem Surferboy ein „Botschafter der Eleganz“ wurde, der in seiner Funktion als Longines-Testimonal aktuell eine „Conquest Classic“ trägt.

Trotzdem, seine erste Liebe, pardon Uhr, vergisst man nie, diese Tatsache trifft auch auf Jean-Frédéric Dufour, Präsident von Zenith, zu: „Ich erinnere mich an meine allererste Uhr. Es war eine Tissot. Leider habe ich sie im Meer verloren. Ich war damals 13 und bin von einem Boot vor Cannes ins Wasser gesprungen – genauer gesagt hat mich meine Schwester geschubst. Ich habe noch versucht, mich irgendwo festzuhalten. Dabei bin ich an einem Haken hängen geblieben, das Uhrenband ist gerissen und weg war sie. Gelieben ist mir eine Narbe am Handgelenk, sozusagen als Souvenir.“ Resümee: Eine kurze Liaison, die am Ende in „stürmische See“ geriet. Doch die Liebe zu den Uhren blieb und gipfelt aktuell in einer Beziehung zur „El Primero Stratos Flyback“.

Wahre Bestimmung

Wie schicksalhaft die Beziehung Mensch/Uhr sein kann, zeigt die Geschichte von Patricia Gandji. Mit 14 Jahren war die Deutsch-Iranerin bereits derart von Cartier fasziniert, dass sie sich eine „Santos Galbee“ zum Geburtstag wünschte. „Ich dachte, es reicht zum Geburtstag. Aber ich musste auf einige Weihnachts-, Oster- und Geburtstagsgeschenke verzichten, um diese Uhr zu bekommen.“ Eine erfüllte Beziehung, die bis heute anhält und von hoher Wertschätzung geprägt ist: „Sie läuft und ist brav in der roten Box, da sie einen hohen ideellen Wert für mich hat.“ Eine tickende Leidenschaft, die Gandji auch bei ihrer Arbeitgeberwahl beeinflusste: „Als ich später zu Cartier gegangen bin (Anm. Red. Gandji ist CEO von Cartier Northern Europe) und es meiner besten Freundin erzählt habe, meinte sie nur, das wäre ja klar.“ Man könnte auch sagen, es war Liebe auf den ersten „Tick“ …

Aviator: „Montre d’Aéronef Zenith Type 20 GMT“ für 6000 Euro bei Kopf Götzis.

Aviator: „Montre d’Aéronef Zenith Type 20 GMT“ für 6000 Euro bei Kopf Götzis.

Die „Omega Seamaster Planet Ocean 600M Good Planet“ verfügt über eine GMT-Funktion und ist mit einem Automatikwerk mit Co-Axial-Hemmung ausgestattet. Ein Teil des Verkaufserlöses kommt einem Umweltschutzprojekt in Südostasien zugute. Gesehen bei Präg Dornbirn, um 6040 Euro.

Die „Omega Seamaster Planet Ocean 600M Good Planet“ verfügt über eine GMT-Funktion und ist mit einem Automatikwerk mit Co-Axial-Hemmung ausgestattet. Ein Teil des Verkaufserlöses kommt einem Umweltschutzprojekt in Südostasien zugute. Gesehen bei Präg Dornbirn, um 6040 Euro.

Material-Magie: „Rado HyperChrome UTC“ um 3050 Euro bei Handle Feldkirch.

Material-Magie: „Rado HyperChrome UTC“ um 3050 Euro bei Handle Feldkirch.

Weltreise: „Breitling Trans- ocean Chrono GMT“, 8010 Eu- ro, Präg Dornbirn und Kopf Götzis.

Weltreise: „Breitling Trans- ocean Chrono GMT“, 8010 Eu- ro, Präg Dornbirn und Kopf Götzis.

Pole Position: „Mille Miglia 2013 Chrono“ von Chopard, bei Präg Dornbirn um 5350 Euro.

Pole Position: „Mille Miglia 2013 Chrono“ von Chopard, bei Präg Dornbirn um 5350 Euro.

Globetrotter: „Capeland Worldtimer“ von Baume et Mercier, 6150 Euro, Präg Dornbirn.

Globetrotter: „Capeland Worldtimer“ von Baume et Mercier, 6150 Euro, Präg Dornbirn.

Herzschlag: „Longines Asth- mometer-Pulsometer Chro- no“ um 1720 Euro, David Bregenz.

Herzschlag: „Longines Asth- mometer-Pulsometer Chro- no“ um 1720 Euro, David Bregenz.

Markante Optik: „Calibre de Cartier Chrono“. Gesehen bei Präg Dornbirn, ab 8900 Euro.

Markante Optik: „Calibre de Cartier Chrono“. Gesehen bei Präg Dornbirn, ab 8900 Euro.