Polizei im Montafon sucht fiesen Tier-Hasser

Vorarlberg / 27.08.2013 • 21:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sonja Terplan zeigt, wo Kaninchen „Badboy“ tot im Garten aufgefunden wurde. Fotos: vn/hartinger, privat
Sonja Terplan zeigt, wo Kaninchen „Badboy“ tot im Garten aufgefunden wurde. Fotos: vn/hartinger, privat

Tierquälerei in Van­dans: Auf Grundstück geschlichen und Zwergkaninchen massakriert.

vandans. Sonja Terplan ist fassungslos: Die beiden Zwergkaninchen der Familie wurden von einem Tierhasser massakriert. Als ihr Lebensgefährte die Hasen „Badboy“ und „Hasenmama“ am Sonntag füttern wollte, hat er sie tot aufgefunden. „Das Männchen lag auf der Wiese, das Weibchen im Stall“, erzählt die Montafonerin. Am Montag brachte die Familie die getöteten Tiere zu einer Fachtierärztin zur Untersuchung. Gleichzeitig wurde Anzeige bei der Polizeiinspektion Schruns erstattet. Der Befund der Tierärztin bestätigte gestern: Beiden wurde der Hals mit einem scharfen Messer durchtrennt.

Viele Rätsel

„Wir gehen davon aus, dass sich jemand in der Nacht auf Sonntag in den Garten geschlichen hat“, erklärt Sonja Terplan. Ihr Lebensgefährte hatte für die beiden sechs Jahre alten Zwergkaninchen im Garten seiner Eltern ein „Hasenparadies“ geschaffen. Nun ist der Stall leer. Familie, Freunde und Nachbarn sind schockiert.

Für die Besitzer ist der Vorfall sehr belastend, weil er viele Rätsel aufgibt. „Uns ist unerklärlich, wer und vor allem warum dieser Jemand so etwas macht.“ Keiner der Nachbarn habe etwas gesehen oder gehört. Auch der Nachbarshund hat nicht gebellt. „Das Unheimlichste aber ist gewesen, dass fast kein Blut mehr da war. Zwei, drei Tropfen haben wir im Stall entdeckt, mehr nicht.“

Geringe Chancen

Die Chancen, den Tierquäler jemals ausfindig zu machen, sind wohl eher gering. „Es gibt derzeit keinerlei Hinweise. Uns ist auch kein weiterer derartiger Fall hier im Montafon bekannt“, teilte gestern ein Polizeibeamter auf VN-Anfrage mit und fügte hinzu: „Das ist alles sehr kurios. Wir ermitteln daher in alle Richtungen.“

Sonja Terplan erhofft sich von der Veröffentlichung des Vorfalls, dass die Menschen wachsam sind und eventuell doch noch irgendwann Hinweise bei der Polizei eingehen. Oder zumindest, dass der Täter so von weiteren Tierquälereien abgehalten wird.