Start mit Pilotprojekt für Senioren

Vorarlberg / 27.08.2013 • 18:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Aus „Initiative ­Sichere Gemeinden“ wird „Sicheres Vorarlberg“. Schwerpunkte bleiben.

bregenz. (VN) Die Ziele der bisher sogenannten „Initiative Sichere Gemeinden“ – Verhinderung von menschlichem Leid, das mit Unfällen und Erkrankungen verbunden ist, sowie die Vermeidung von Spitalskosten – sollen auch unter dem neuen Namen mit gleichem Engagement und ebenso erfolgreich weiterverfolgt werden, sagte Landeshauptmann Markus Wallner gestern, als er die Namensänderung zu „Sicheres Vorarlberg“ verkündete. Die Schwerpunkte, Unfallprävention und Erhalt der Gesundheit für Menschen aller Altersgruppen, bleiben demnach erhalten.

Bewährte Sturzprävention

Mit dem Programm „Im Gleichgewicht bleiben“ sei in den letzten Jahren ein wichtiger Schritt in Richtung bedürfnisorientierter Sturzprävention gesetzt worden, meldete Gesundheitslandesrat Christian Bernhard. Denn „jährlich müssen fast 1500 über 65-Jährige nach einem Sturz im Krankenhaus stationär behandelt werden“, klärt er auf. Darüber hinaus sollen mit dem geplanten Pilotprojekt von „Sicheres Vorarlberg“ künftig auch jene Senioren verstärkt erreicht werden, die weniger mobil sind. „Menschen, die zwar noch selbstständig zu Hause wohnen, aber nach einer Krankheit, einem Spitalsaufenthalt oder aufgrund des Alters in ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind“, erklärte „Sicheres Vorarlberg“-Geschäftsführer Franz Rein.

Im Rahmen von Hausbesuchen sollen ab 75-Jährige bei Vorliegen eines Sturzrisikos mindestens ein halbes Jahr lang professionell beim Erlernen eines speziellen Übungsprogramms begleitet werden. Gleichzeitig gehe es darum, die Senioren zu motivieren, diese Übungen später selbst fortzusetzen, um dadurch länger selbstständig leben zu können.

Das Pilotprojekt soll im kommenden Jahr starten. Als erster Schritt erfolge die Schulung von zehn Mitarbeiterinnen der Hauskrankenpflege.

„Sicheres Vorarlberg“ wird von Land und Gemeinden mit etwa 400.000 Euro pro Jahr unterstützt, die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) steuert 100.000 bei.