Mostsaison startet spät

Vorarlberg / 29.08.2013 • 19:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Mostsaison hat verspätet be-gonnen. Foto: VN/Hofmeister
Die Mostsaison hat verspätet be-gonnen. Foto: VN/Hofmeister

Mit der Kernobsternte Anfang September beginnt die Hauptsaison in den Mostereien.

bregenz. (VN-hrj) Ob frisch gepresst oder vergoren – Most zählt zu den Lieblingsgetränken der Vorarlberger. Der unvergorene Saft ist gesund, weil er die wertvollen Inhaltsstoffe der Früchte enthält. Der Gärmost mit vier bis acht Prozent Alkohol ist ein leichtes, erfrischendes Getränk, das gern auch als „Gespritzer“ getrunken wird.

Eigentlich sollten die Flaschen bereits gefüllt und zum Verkauf bereit sein. Doch wegen der diesjährigen ex­tremen klimatischen Bedingungen wird das Obst heuer später als in den vergangenen Jahren geerntet und gepresst. Nicht nur das: „Es gibt auch weniger Obst als in den vergangenen Jahren“, sagt Gerold Amann, Meistermoster in Koblach, mit Bedauern. „Das ist nicht gut.“ Sehr gut sei hingegen die Qualität der Moste und Süßmoste.

Der traditionelle Voralberger Most wird aus verschiedenen Obstsorten hergestellt. So wird der Zuckergehalt der Birne mit der Säure des Apfels kompensiert. Das ergibt auch den harmonischen, erfrischenden Geschmack.

In manchen Orten werden auch rote Moste und Süßmoste angeboten, die durch Zusatz von Kirschen und Holundersaft gewonnen werden. Inzwischen gibt es auch reine Birnensäfte und -moste.

Mostobst verkaufen

Wer hochwertiges Mostobst besitzt, aber keine eigene Presse hat, kann sein Obst an heimische Mostereien verkaufen. Besonders gefragt sind Äpfel. Gegen eine geringe Gebühr kann man sein Obst auch pressen lassen. Der neue Most ist ab Mitte Oktober im Handel.

Mostereien in Vorarlberg – Die Liste kann von www.diekammer.at heruntergeladen werden.