Täter von Grabs soll fremde Frauen belästigt haben

Vorarlberg / 29.08.2013 • 21:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Gegen den Vater, der seine beiden Töchter verbrannte, lief ein Strafverfahren. U-Haft wurde abgelehnt.

Grabs, St. GAllen. (VN) Im Familiendrama von Grabs kommen neue Details ans Licht. Gegen den Vater, der am Sonntag oberhalb von Grabs (CH) seine beiden kleinen Töchter verbrannt haben soll und später selbst seinen Verletzungen erlag, wurde wegen sexueller Nötigung ermittelt. Dies berichteten gestern übereinstimmend diverse Medien.

Der Mann soll jahrelang Frauen auf der Autobahn-Raststätte Rheintal bei Sevelen sexuell belästigt haben, wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mehrerer Medien bestätigte.

Sexuelle Nötigung

Wie bereits Anfang August bekannt wurde, ermittelten Staatsanwaltschaft und Kantonspolizei St. Gallen in mehreren Fällen wegen sexueller Nötigung. Diese fanden demnach zwischen den Jahren 2009 und 2013 statt und sollen vom 44-Jährigen begangen worden sein, der am Sonntag seine beiden Kinder umgebracht hat. Er habe auf der Raststätte die Frauen in eine Ecke gedrängt und ihnen an den Busen gefasst.

Der Täter war laut einem Bericht des Internetportals südostschweiz.ch am 19. Juli in Polizeigewahrsam, musste aber wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Das Gericht hatte das Gesuch der Staatsanwaltschaft um Untersuchungshaft abgelehnt. Der Beschuldigte wurde lediglich mit einem Betretungsverbot für die Raststätte belegt. Wie „Tele Züri“ berichtete, wollte die Partnerin dem Mann wegen des Strafverfahrens den Zugang zu den gemeinsamen Kindern verbieten.

Tötungsdelikt

Am Sonntag fand die Polizei in einer Waldlichtung in Grabs das ausgebrannte Auto mit zwei verkohlten Kinderleichen. Ihr Vater erlag später im Spital seinen schweren Verbrennungen. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus.