Kaninchen-Fall wurde zur „Chef-Sache“

Vorarlberg / 30.08.2013 • 21:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ein Foto aus besseren Zeiten: „Bad Boy“ fiel einem Marder zum Opfer. Foto: VN/PRIVAT
Ein Foto aus besseren Zeiten: „Bad Boy“ fiel einem Marder zum Opfer. Foto: VN/PRIVAT

Entwarnung im Montafon: Keine Tierquälerei, Hasen vermutlich von Marder gerissen.

VAndans. (VN-mef) Nachdem der Fall um die beiden getöteten Zwergkaninchen an die Öffentlichkeit gelangt war, ging alles ganz schnell: Die Behörden waren um eine rasche Aufklärung bemüht. Die erste Untersuchung einer Fachtier-Ärztin hatte nämlich ergeben, dass den Hasen der Hals mit einem einzigen geradlinigen Schnitt durchtrennt worden war. Weitere Bissspuren hatte sie keine gefunden. Alles deutete daher auf einen Schnitt mit einem Messer hin.

Zweifel bestätigt

Da bei den Experten der Veterinärabteilung des Landes Zweifel an dieser Theorie aufkamen, wurden die Kadaver gleich am Mittwoch wieder ausgegraben und zur pathologischen Untersuchung nach Innsbruck gesandt – die Gerichtsmedizin sollte nun Gewissheit bringen.

„Auf diese Weise konnte nun geklärt werden, dass die Kaninchen nicht von einem Tierhasser mit dem Messer massakriert, sondern von einem Tier – vermutlich von einem Marder – gerissen worden sind“, teilte die Landespressestelle gestern in einer Aussendung mit.

Messerscharfe Zähne

„Marder haben die Eigenart, ihr Opfer durch einen Biss in die Kehle zu töten und, nachdem sie diese mit ihren messerscharfen Zähnen eröffnet haben, das austretende Blut aufzulecken“, erläutert Landesveterinär Norbert Greber. So sei es auch erklärbar, dass am Auffindungsort der toten Kaninchen kaum Blutspuren zu finden waren.

Besitzer beruhigt

In Vandans atmeten die Kaninchen-Besitzer nach der raschen Klärung des Falls auf: „Wir sind froh, dass wir jetzt endlich Gewissheit haben und dass wir wieder beruhigt schlafen können“, sagte Sonja Terplan gestern. „Es ist nämlich sehr belastend, wenn man nicht weiß, ob einem jemand schaden will oder ein Tierquäler unterwegs ist.“