Schulstart sorgt für leere Geldbörse

Vorarlberg / 30.08.2013 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schulstart sorgt für leere Geldbörse

Für viele Vorarlberger Eltern steht der große Einkauf in Sachen Schulmaterialien wieder an.

Schwarzach. (VN-bem) Am Ende der Sommerferien steht bei vielen Eltern von schulpflichtigen Kindern ein Einkauf der notwendigen schulischen Arbeitsmaterialien auf dem Programm. Und das kann bei manchen ein tiefes Loch in die Geldtasche reißen. Stehen doch viele Wünsche auf dem Einkaufszettel: Angefangen von Schulheften, Zeichenblock und Schere über Kleber, Wassermalfarben und der Federschachtel – prall gefüllt mit Buntstiften, Füller, Bleistift und Co..

Die Preise und die Qualität der jeweiligen Produkte zu vergleichen, lohnt sich, meint auch Konsumentenschützer Paul Rusching von der Arbeiterkammer Vorarlberg. „Man sollte nicht nur auf den günstigsten Preis achten, sondern auch bei der Kaufentscheidung Qualität und Lebensdauer mit einbeziehen“, sagt Rusching. Eine kompetente Beratung könne beim Sparen helfen. Für ein Schulstart-Paket (die 21 preiswertesten Produkte) müssen Eltern heuer laut dem Preismonitor der AK Wien durchschnittlich mit rund 138 Euro im Fachhandel und rund 97 Euro bei Handelsketten rechnen. Der Warenkorb besteht aus 21 notwendigen Utensilien, etwa Schultasche, Radierer, Buntstifte und Hefte. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise für das Schulstart-Paket nur leicht angestiegen (plus ein Prozent). Umweltfreundliche Produkte wurden sogar um 0,7 Prozent billiger.

Schulstartaktion der Volkshilfe

Annegret Senn, Präsidentin der Volkshilfe Vorarlberg, kritisiert, dass es in Vorarlberg kein Schulstartgeld wie in anderen Bundesländern gibt. „Jede zusätzliche Belastung, wie eben der Schulstart, stellt Familien vor größte Herausforderungen.“ Allein im vergangenen Jahr erhielten 589 Kinder aus einkommensschwachen Familien eine Unterstützung von je 50 Euro von der Volkshilfe Vorarlberg, rechnet Senn vor. Am 1. September beginnt die Schulstart­aktion der Volkshilfe. Anträge können telefonisch oder persönlich bei der Volkshilfe, (Anton Schneider-Str. 18, Bregenz, Tel. 05574/48853) angefordert werden. Senn wünscht sich auch eine Valorisierung der Familienbeihilfe, da diese für ein Kind in den vergangenen 20 Jahren lediglich um elf Euro erhöht worden sei. „Für die finanzielle Unterstützung beim Thema Schule können Eltern beim Landeselternverband (www.levv.at) anfragen, ob es an der jeweiligen Schule des Kindes Unterstützungsmöglichkeiten gibt“, nennt Thomas Müller vom Familienreferat eine weitere Anlaufstelle.

Eine kompetente Beratung im Fachhandel kann beim Sparen helfen.

Paul Rusching, AK Vorarlberg