Zum Gedenken

Vorarlberg / 30.08.2013 • 17:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Anton Schätzer

Egg-Großdorf. Nach längerer, mit Geduld ertragener Krankheit hat Tone Schätzer seinen Lebensweg beendet. Durch gute familiäre Betreuung konnte er die Zeit des Leidens im familiären Umfeld verbringen.

Zur Totenwache und zum Auferstehungsgottesdienst fand sich in der Pfarrkirche Großdorf eine jeweils große Trauergemeinde ein. In den vorgetragenen Texten kam die Wertschätzung für Tone deutlich zum Ausdruck. Pfr. Josef Senn als Zelebrant fand Worte der Hoffnung und des Trostes. Dr. Jos Willam verabschiedete sich im Namen des Jahrgangs 1931.

Tone erblickte 1931 in Villnöss/Südtirol als erstes von sechs Kindern das Licht der Welt. Vom Bergdorf in 1600 Metern Höhe gab es für die ersten Jahre einen langen Schulweg. Die Eltern Anton und Ottilie kamen im Zuge der Südtirol-Umsiedlung 1940 nach Hirschau/Schnepfau, wo Anton auch die Volksschule absolvierte. Die Familie war eine Älpler-Familie. So verbrachte Tone bereits im Schulalter die Sommer auf den Alpen Gibla, Körb und Mellenalpe. 1957 erfolgte die Heirat mit Theresia Sutterlüty aus Großdorf. Ein Jahr später zogen sie ins Allgäu und waren in Wangen als Melkerehepaar tätig. Ab 1962 war ihr Arbeitsplatz auf dem Bauernhof der Familie Zint in Weiler, den Inhabern der dortigen Brauerei. Die Familie wuchs auf fünf Kinder heran, die 1972 in Großdorf ihre künftige Heimat fanden.

20 Jahre hatte Tone nun seinen Arbeitsplatz in der Bruggmühle und galt dort als vorbildlicher Mitarbeiter, als ein Mann des Fleißes, der Verlässlichkeit, mit Ordnungssinn, aber auch als ein Mann, der großen Wert auf ein friedliches Betriebsklima legte und seinen Beitrag dazu leistete.

Nebenbei war Tone auch Nebenerwerbslandwirt und hatte großen Stolz auf seine Kühe und Rinder. Die Betreuung seines „Tausend-Hühner-Betriebs“ samt Vermarktung lag in seinen Händen. Seine freundliche Art machte ihn bei seinen Eierkunden sehr beliebt.

Tone war ein positiv denkender Mann. Er liebte die Natur, war oft zu Fuß unterwegs. Auch liebte er die Geselligkeit und den Tanz und war gerne zu einem Jass bereit.

In seinem gutmütigen Opa-Herz hatten seine acht Enkel und zwei Urenkel einen besonderen Platz. Nun möge er ausruhen von den Mühen dieser Welt, von den Erschwernissen seiner Krankheit und den verdienten Frieden beim Schöpfer finden.