Batschuns-Täter müssen nun auf die Anklagebank

Vorarlberg / 01.10.2013 • 21:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Deutlich zu sehen: Verrußungen an Hauswand und Container. Foto: vn
Deutlich zu sehen: Verrußungen an Hauswand und Container. Foto: vn

22- und 25-Jähriger müssen sich am 8. Oktober wegen versuchter Brandstiftung verantworten.

feldkirch. (VN-mef) Weil sie Ende Jänner 2013 einen „Molotowcocktail“ gegen das Asylantenheim in Batschuns geworfen haben sollen, müssen sich am kommenden Dienstag zwei junge Männer am Landesgericht Feldkirch verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden versuchte Brandstiftung vor. Im Fall einer Verurteilung drohen dem 25-Jährigen, der den „Molotowcocktail“ gegen das Gebäude warf, und dem 22-jährigen Fahrer, den die Staatsanwaltschaft als Beitragstäter einstufte, zwischen einem und zehn Jahren Haft. Die Angeklagten seien in Bezug auf den Hergang im Wesentlichen geständig, eine versuchte Brandstiftung bestreiten sie jedoch.

Rechtlich ist für versuchte Brandstiftung eine drohende Feuersbrunst Voraussetzung. Laut einem Gutachten kam es im besagten Fall zu Verrußungen an der Hauswand und an einem Plas­tikcontainer. Das Feuer sei rasch von selbst wieder erloschen. Der „Molotowcocktail“ könne nicht als fachmännisch eingestuft werden. Ob es sich beim Vorfall um versuchte Brandstiftung oder möglicherweise nur um Sachbeschädigung handelte, muss nun das Gericht entscheiden.

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