„Betrieb geschlossen“ in drei Fällen

Vorarlberg / 01.10.2013 • 21:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Die Überwachung der Lebensmittel wird in Vorarlberg auf hohem Niveau betrieben.

bregenz. (VN-hrj) „Wir haben uns vorgenommen, die Lebensmittelsicherheit – eine wichtige Landesleistung im Dienste der Menschen – bestmöglich selbst zu organisieren“, sagte Landeshauptmann Markus Wallner, der gestern gemeinsam mit Landesrat Christian Bernhard eine bisherige Bilanz 2013 für Vorarlberg präsentierte.

Wesentliche Aufgaben der Lebensmittelsicherheit und des Umweltschutzes wurden im Rahmen der Neuorganisation im Jahr 2006 im Umweltinstitut vereinigt. „Mit dieser Aufgabenbündelung wurde in der Vorarlberger Landesverwaltung ein Kompetenzzentrum geschaffen, das in dieser Form in Österreich einzigartig ist“, betonte Wallner.

Eine wesentliche Voraussetzung, um den immer komplexer werdenden Anforderungen gerecht zu werden, sei das enge Zusammenwirken der amtlichen Lebensmittelkontrolle mit der Lebensmittelanalytik, den Lebensmittelgutachtern und der Trinkwasserüberwachung.

Klare Kontrollstruktur

Als tatsächlich „überaus komplex“ bezeichnete Dietmar Buhmann, Leiter des Umweltinstituts, das Thema Lebensmittelsicherheit und hebt hervor, dass mit dem 2006 erlassenen Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz die Verantwortung der Lebensmittelunternehmen deutlich in den Vordergrund gerückt wurde.

Außerdem sei eine klare behördliche Kontrollstruktur entlang der gesamten Lebensmittelkette geschaffen worden. Der interdisziplinäre Austausch habe sich jedenfalls bewährt.

Seit Beginn 2013 wurden rund 750 Kontrollen bei ­Lebensmittelunternehmen

durchgeführt, vornehmlich in Gastronomiebetrieben, Sennereien und Versorgungsküchen öffentlicher Einrichtungen.

Festgestellte Mängel wurden in den meisten Fällen mittels Maßnahmenvorschreibungen behoben. Nur in drei Fällen musste der Betrieb aufgrund schwerer Mängel vorübergehend geschlossen werden.

Aufgrund von Verstößen gegen das Lebensmittelrecht wurden bisher 122 Anzeigen erstattet.

Im Rahmen der Trinkwasserüberwachung wurden heuer 1100 Proben untersucht. Bei mehreren, meist kleineren Trinkwasserversogungsstellen mussten aufgrund erhöhter bakteriologischer Werte Sanierungsmaßnahmen gesetzt werden. „Aber keine Trinkwasserprobe wies chemische Belastungen, etwa durch Nitrate, Pestizide oder Schwermetalle auf“, informierte Bernhard Zainer, Lebensmittelkontrolleur im Umweltinstitut.

Bisher 70 Beschwerden

Von Bürgern gingen beim Umweltinstitut in diesem Jahr bisher 70 Beschwerden ein. „Diese Wahrnehmungen sind für die Arbeit der Lebensmittelkontrolle hilfreich“, sagte Buhmann. Anliegen werden übers Lebensmitteltelefon (05574/511-42099), per E-Mail (umweltinstitut@vorarlberg.at) und übers Internet (www.vorarlberg.at/umweltinstitut) entgegengenommen.

Die Wahrnehmungen der Bürger sind für die Arbeit der Lebens­mittelkontrolle hilfreich. Dietmar Buhmann

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