Millionenpläne für Kreisverkehr wurden fixiert

Vorarlberg / 01.10.2013 • 20:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Großprojekt der ASFINAG an Autobahn im Oberland im Werden. Planung eingereicht.

Bludenz, Bürs. (VN) Was lange währt, wird endlich gut: Über Jahre diskutierte Pläne in Sachen Straßenbau an den Gemeindegrenzen von Bludenz und Bürs steht jetzt fest. Im Mittelpunkt des Projekts, das zu den größten Straßenbauvorhaben der jüngsten Zeit in Vorarlberg gezählt wird, steht die Sanierung eines seit Jahren bestehenden Provisoriums an der Autobahn A 14 zwischen den beiden Oberländer Gemeinden. Dieses Straßenprovisorium im unmittelbaren Bereich der verkehrsmäßig stark befahrenen Bürser Einkaufstempel Zimba- und Lünerseepark gilt seit Jahren als Gefahrenstelle. Sogar das Verkehrsministerium hatte aufgrund der Situation Druck auf die ASFINAG ausgeübt.

„Alle Fragen sind beantwortet“

Aus diesem Grund ließ die ASFINAG gemeinsam mit dem Straßenbauamt Pläne erarbeiten. Diese sehen den Bau von drei Kreisverkehren vor. Einer dieser „Kreisel“ wird direkt über der Autobahn errichtet und gilt bereits jetzt als „spektakuläres Bauwerk“. Nach monatelangen Diskussionen rund um die Baupläne, bei denen laut dem Bludenzer Bürgermeister Mandi Katzenmayer „der Bereich Fußgänger- und Radverkehr sowie Stadtentwicklung von Bludenz zu wenig berücksichtigt wurde“, ist es offenbar nun so weit. „Alle offenen Fragen sind beantwortet. Wir werden deshalb die Projektpläne noch im Oktober beim Bundesministerium zur Genehmigung einreichen“, bestätigt Günter Fritz im Gespräch mit den VN. Parallel dazu habe man „die für einen Beschluss der Landesregierung notwendigen Planungsaufträge vergeben“, sagt Fritz, der beim Straßenerhalter ASFINAG als Projektleiter zuständig ist. Nur über einen Beschluss des Landes sei nämlich nach dem neuen Straßengesetz „ein Straßenkorridor zu bekommen“.

Optimismus beim Baubetreiber

Was den Zeitpunkt der Umsetzung des Vorhabens anbelangt, so gibt sich Fritz als Projektleiter optimistisch. „Vorbehaltlich reibungslos verlaufender Behördenverfahren und problemlos durchführbarer Grundablösen können wir 2015 mit dem Bau starten.“

Spätestens zwei Jahre später werde der Bereich generalsaniert und auch die derzeitige Brücke zwischen Bürs und Bludenz auf Vordermann gebracht sein. Im Rathaus von Bürs atmet Bürgermeister Helmut Zimmermann auf. Zumal vor allem die Gemeinde Bürs das Vorhaben seit Jahren fordert und wenig Verständnis für das zwischenzeitliche Veto aus der benachbarten Bezirkshauptstadt übrig hatte. „Damit wird ein gefährlicher Verkehrsknotenpunkt bereinigt und eine ideale Situation für den langsamen Verkehr wie Radfahrer geschaffen“, freut sich Zimmermann. ##Anton Walser##

Das Projekt wird noch im Oktober beim Ministerium eingereicht. 2015 wollen wir mit dem Bau starten.

Günther Fritz, ASFINAG

Zahlen zum Bau

Baubetreiber: ASFINAG

Baukosten: rund 24 Millionen Euro

Finanzierung: Land, Gemeinden und ASFINAG

Geplanter Baustart: 2015

Bauzeit: rund zwei Jahre

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