„Immun“ gegenHacker-Angriffe

Vorarlberg / 02.10.2013 • 20:06 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Feldkirch. (VN-mm) Gegen Keime gibt es keine Waffen, gegen Hacker schon. Nach einem von Profis initiierten „Angriff“ auf die Websysteme der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) sowie der fünf Landeskrankenhäuser steht fest, dass sie gegen Datenklau immun sind. Dafür gab es das Cybersecurity-Zertifikat.

Auf Herz und Nieren geprüft

„Sowohl die Webauftritte als auch sämtliche Internetzugänge wurden von einem externen Hacking-Spezialisten auf Herz und Nieren getestet“, erklärt IT-Leiter Peter Sagmeister. Damit nehmen die Landesspitäler österreichweit eine Vorreiterrolle ein. Sie sind die ersten mit einem staatlich anerkannten Zertifikat für Internet-Sicherheit als Schutzschild gegen Hacker.

Die Durchführung des Sicherheitsprojekts lag bei der Ziviltechnikgesellschaft ZT-PRENTNER-IT. „Über die Internetanbindung in Spitälern könnten Angreifer theoretisch bis in die internen Netzwerke vordringen und im Extremfall auch sensible Patientendaten auslesen. Viele Krankenhäuser unterschätzen diese Problematik“, sagt GF Wolfgang Prentner.

Hohes Sicherheitsniveau

Sein Unternehmen stufte das Sicherheitsniveau der Landeskrankenhäuser als sehr hoch ein, nachdem potenzielle Schwachstellen behoben wurden. Kommt es dennoch zu einer Datenpanne, haftet die Sicherheitsfirma mit 1,5 Millionen Euro pro Schadensfall. Allerdings seien erfolgreiche Angriffe bei zertifizierten Systemen noch nicht vorgekommen.

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