Ohne Licht in Lebensgefahr

Vorarlberg / 02.10.2013 • 21:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Autofahrer können Radfahrer ohne Licht erst im letzten Moment erkennen. Foto: apa
Autofahrer können Radfahrer ohne Licht erst im letzten Moment erkennen. Foto: apa

Jeder zweite Radfahrer ist ohne Licht unterwegs, bei jedem fünften fehlen Reflektoren.

schwarzach. (VN-mef) Es ist dunkel, nur die Scheinwerfer der Autos erhellen die Nacht. Mittendrin ein Radfahrer ohne Licht, der zudem auch noch dunkel gekleidet ist. Er begibt sich damit in Lebensgefahr, denn die Autofahrer können ihn erst im letzten Moment erkennen.

Wie eine Studie des KFV belegt, handelt es sich bei dieser Szene um keinen Einzelfall. Demnach ist jeder zweite Radfahrer mit einem defekten Vorderlicht unterwegs, jeder dritte mit einem kaputten Rücklicht, und bei jedem fünften Rad fehlen die Reflektoren.

„Wir haben festgestellt, dass vor allem im städtischen Bereich viele ohne Beleuchtung fahren und noch dazu dunkel gekleidet sind“, bestätigt auch die Vorarlberger Polizei. Erst am vergangenen Wochenende kam es in Dornbirn nachts zu einem Unfall, bei dem ein Radfahrer mit einem Auto kollidierte und verletzt wurde. Nach Zeugenangaben war auch er ohne Licht unterwegs.

Gerade im Herbst, wenn es täglich früher dunkel wird, es kalt, regnerisch und vielleicht sogar noch neblig ist, erhöht sich die Unfallgefahr um ein Vielfaches. Laut Statistik Austria verunglückten in den Herbstmonaten Oktober und November des Vorjahres österreichweit 867 Radler. Das sind rund 13 Prozent der insgesamt 2012 verunglückten Radler.

„Nur mit einem technisch einwandfreien Drahtesel radelt es sich verkehrssicher durch den Herbst“, betont auch der ÄRBO und rät die „fünf B“ (siehe Factbox) zu beachten.

Radfahren im Herbst

ARBÖ-Sicherheitstipps:

» Beleuchtung: Am besten Halogen- oder LED-Beleuchtung mit Standlichtfunktion verwenden; Lampen und Reflektoren säubern

» Bekleidung: reflektierende Kleidung (Warnweste) tragen, Funktionswäsche schützt vor Kälte; Wasser abweisende Handschuhe; gut sitzender Radhelm

» Bereifung: Reifen mit ausgeprägtem Profil für Fahrten auf nassen und rutschigen Fahrbahnen; um Bodenhaftung zu erhöhen, Luftdruck etwas verringern; Glatteis bedeutet immer Risiko!

» Bremsen: Abgefahrene Bremsbeläge rechtzeitig austauschen; bei rutschigen Fahrbahnverhältnissen unbedingt mit angemessener Geschwindigkeit unterwegs sein

» Bodenhaftung: Sattel so einstellen, dass beim Stehenbleiben der Boden mit beiden Beinen bequem erreicht wird; ruckartige Lenkbewegungen vermeiden

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