Land lenkt nach Kritik bei Tarifen ein

Vorarlberg / 09.10.2013 • 17:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
VN-Artikel löste heftige Diskussion im Bürgerforum aus. Land lenkt ein.
VN-Artikel löste heftige Diskussion im Bürgerforum aus. Land lenkt ein.

Diskussion im Bürgerforum führt zu Nachbesserungen der Verkehrsverbund-Tarife.

Bregenz. Der VN-Artikel vom 3. Oktober über Stärken und Schwächen des neuen Tarifsystems des Verkehrsverbunds Vorarlberg hat im Bürgerforum Bregenz hohe Wellen geschlagen. Die Verschlechterungen für Senioren wurden heftig kritisiert – auch die Politik und die Vertreter der Senioren-Verbände meldeten sich zu Wort. Innerhalb von nur einer Woche hat das Land Vorarlberg auf die Kritik reagiert und gestern gegenüber den VN Nachbesserungen angekündigt. So kommt es zu einer Reform des Tarifs, noch ehe dieser Anfang 2014 in Kraft tritt. „Im Zuge der Diskussionen haben wir Verbesserungen für Partner von Senioren vorgenommen“, so Landesrat Karlheinz Rüdisser. Eingeführt wird mit dem neuen Tarif eine ermäßigte Jahrespartnerkarte für Senioren, die statt 256 Euro nun 192 Euro kosten wird. Eine Reduktion von immerhin 30 Prozent.

Trotz Kritik unverändert bleibt der Sparpreis exklusiv auf Jahreskarten. Damit schaffe man eine deutliche Erleichterung. Beim bisherigen System habe es eine ÖBB-Vorteilskarte gebraucht. Sie kostete 26,90 Euro. „Damit musste man etwa in Bregenz 38 Tageskarten kaufen, bis die Kosten ausgeglichen waren“, rechnet Rüdisser vor. Nur in wenigen Einzelfällen würde sich das rechnen. „Da überwiegen die Vorteile des neuen Tarifsystems klar“, so der Landesrat.

Eine weitere nachträgliche Verbesserung betrifft Ausgleichsbezieher, die zur Jahreskarte für 192 Euro eine kostenlose Partnerkarte erhalten. Voraussetzung ist, dass der Ausgleichsbezieher Alleinverdiener ist. „Damit können wir sehr treffsicher ein Angebot unterbreiten, das die bekommen, die es dringend brauchen.“

Rasch reagiert

Die Reaktionen im Bürgerforum und das Engagement von Seniorenbund und Pensionistenverband haben zu einem Umdenken im Landhaus geführt. Das räumt der zuständige Landesrat ein. Der neue Tarif sei ein Systembruch – in den Diskussionen seien die Schwächen niemandem aufgefallen.

Mit den Nachbesserungen stehe der Tarif jetzt aber. Da werde sich vorerst nichts mehr ändern, so Rüdisser weiter.

Wir haben rasch mit Nachbesserungen ­reagiert.

LR Karlheinz Rüdisser

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