„Wir dürfen uns auch über namhafte Schwarze aus Vorarlbergs VP freuen“

Vorarlberg / 10.10.2013 • 20:56 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Durften sich bereits bei den Nationalratswahlen über Wählerzuspruch freuen: die Gruppierung NEOS in Vorarlberg. Foto: VN/Steurer
Durften sich bereits bei den Nationalratswahlen über Wählerzuspruch freuen: die Gruppierung NEOS in Vorarlberg. Foto: VN/Steurer

NEOS selektieren Team für Landtagswahl: Ob sie mitmachen, wird im Jänner entschieden.

Dornbirn, Wien. (VN) Wahlerfolge machen sympathisch und wecken Interesse. Darüber hinaus sorgen sie für Zulauf. So auch bei der neuen Gruppierung NEOS rund um den Klostertaler Matthias Strolz und Gerald Loacker aus Götzis, die als Newcomer bei den Nationalratswahlen am 29. September den Einzug ins Hohe Haus in Wien schafften. Auch in Vorarlberg lehrten sie mit ihrem Abschneiden beim jüngsten Wahlgang die erfolgsgewohnte Volkspartei mit Parteichef und LH Markus Wallner an der Spitze das Fürchten: Selten zuvor mussten die Schwarzen im Ländle bei einer Nationalratswahl derartige Verluste einstecken.

„Namen werden nicht genannt“

Kein Wunder also, dass vor allem Wallner & Co im Hinblick auf die Landtagswahlen im September 2014 mit Argusaugen die weitere Entwicklung bei den NEOS verfolgen. „Bei uns melden sich derzeit sehr viele Leute und wollen sich aktiv bei den NEOS einbringen“, sagt Gerald Loacker als Mitstreiter von Strolz. Ob die NEOS bei den Wahlen zum Landtag an den Start gehen werden oder nicht, werde „bis Mitte Jänner 2014 entschieden“, betont Loacker, einst Parteimitglied und Mitstreiter bei der Vorarlberger Volkspartei. Unter den Interessierten, so Loacker weiter, würden sich „auch eine ganze Reihe namhafter Wähler der Volkspartei aus allen Teilen des Landes befinden“, verrät Loacker, will aber freilich „bestimmt keine Namen nennen“.

Weiter mit Spenden finanziert

Es hätte ihn gefreut, „wenn sich vor der Nationalratswahl nur die Hälfte jener Leute bei uns gemeldet hätten, die heute die NEOS kontaktieren“. Dennoch freut man sich freilich bei „den noch zur Gänze durch Spenden finanzierten NEOS“ (Loacker) über den verstärkten Zulauf. Dass er, Loacker, im Ländle als Spitzenkandidat in die Landtagswahl ziehen werde, sei als künftiger Nationalrat „eher unwahrscheinlich“.

Spitzenkandidat aus der ÖVP?

Auch Matthias Strolz werde seinen politischen Arbeitsschwerpunkt als Klubobmann in der Landeshauptstadt Wien haben. „Wir brauchen in Vorarlberg ein Team und arbeiten daran. Derzeit werden Gespräche mit möglichen Kandidaten geführt und Inhalte erörtert.“ Dazu Loacker: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass bei den Landtagswahlen eine prominente Persönlichkeit aus der VP bei uns Spitzenkandidat sein wird.“

„Will nicht Berufspolitiker sein“

Was seine persönliche Situation anbelangt, so führe er derzeit in der Dornbirner Sparkasse Gespräche „über eine Form von Teilzeitarbeit“. Den Job als Banker im Geldinstitut wegen seiner neuen Funktion im Nationalrat endgültig an den Nagel hängen will der Götzner offenbar nicht. „Es war nie mein Ziel Berufspolitiker zu werden.“

Es melden sich derzeit sehr viele Leute bei uns, die sich aktiv bei den NEOS einbringen wollen.

Gerald Loacker, NEOS
Gerald Loacker, NEOS-Landessprecher steht vor dem Landhaus Bregenz für einen Fototermin und Gespräche zur Verfügung. Nach Wien ist Vorarlberg damit das zweite Bundesland, in welchem NEOS zur NR-Wahl im September 2013 antreten werden

Gerald Loacker, NEOS-Landessprecher steht vor dem Landhaus Bregenz für einen Fototermin und Gespräche zur Verfügung. Nach Wien ist Vorarlberg damit das zweite Bundesland, in welchem NEOS zur NR-Wahl im September 2013 antreten werden

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