Politisch klug

Vorarlberg / 11.10.2013 • 17:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mit seinem Satz „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ hat der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt 2009 der Welt ein großes Geschenk gemacht. Seither greifen immer wieder Entscheidungsträger beherzt darauf zurück, wenn es gilt, allzu ausufernde Gestaltungswut Ungebetener in ihre Schranken zu weisen.

Oder sie binden die Visionäre ein. Vereinnahmung kann erhitzte Gemüter durchaus begütigen. So manche Idee wurde schon im Takt endloser Arbeitssitzungen zu Staub zermalen.

Aber natürlich gibt es auch den dritten Zugang, ganz frei von Hintergedanken. Der sagt, wenn auch erst im zweiten Anlauf: Das sollten wir uns doch noch einmal ansehen. Schadet ja nix.

Wenn jedenfalls für die Bregenzer Seestadt tatsächlich im Herbst 2014 die Spaten in die Erde fahren, fehlt kaum mehr ein halbes Jahr bis zu den Gemeindewahlen 2015. Dann käme eine Initiative von Bürgern, die sich nicht ernst genommen fühlen, höchst ungelegen.

thomas.matt@vorarlbergernachrichten, 05572/501-724

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