Wahlkampf mit Plakat-Boykott

Vorarlberg / 11.10.2013 • 20:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sollen im Vorwahlkampf diesmal nicht wie vor fünf Jahren „Vorarlbergs Straßen verschandeln“: Wahlplakate der AK-Fraktionen. Foto: VN
Sollen im Vorwahlkampf diesmal nicht wie vor fünf Jahren „Vorarlbergs Straßen verschandeln“: Wahlplakate der AK-Fraktionen. Foto: VN

Arbeiterkammer-Präsident will sparen: Kein „Plakat-Dschungel“ im Wahlkampf.

Feldkirch. (VN-tw) In Zahlen ausgedrückt: Geschätzte 120.000 Euro für den Verzicht könnten sich die in der AK-Vollversammlung sitzenden Fraktionen im Vorfeld der zwischen 27. Jänner und 6. Februar 2014 fixierten AK-Wahl damit ersparen. Es geht dabei um das Einsparen von Kosten für großflächige Plakatwände und Dreieckständer. Dass der Österreichische Arbeiter- und Angestelltenbund (ÖAAB) als Vorfeld­organisation der Volkspartei damit eine Idee der Freiheitlichen abkupfert, stört an der Spitze der hiesigen Arbeiterkammer niemanden.

„Gute Ideen immer gefragt“

Zur Erinnerung: FP-Klubchef Dieter Egger hat vor wenigen Tagen einen Antrag an den Landtag formuliert und plädiert darin für einen „plakatfreien“ Landtagswahlkampf 2014. „Gute Ideen werden immer gutgeheißen, egal von welcher Partei sie stammen“, betont Hubert Hämmerle als AK-Präsident. Hubert Hämmerle, der sich in der Vollversammlung der Arbeiterkammer über eine Mehrheit an Kammerräten freuen darf (Faktbox), hat bereits vor den letzten Wahlen derartige Gedanken gewälzt.

Machen Fraktionen dabei mit?

Diesmal will er diese Gedanken im Sinne des Einsparens in die Tat umgesetzt wissen. „Wir werden uns dafür starkmachen, dass kein einziges Plakat, egal in welcher Form auch immer, aufgestellt wird.“ Sein Vorstoß sei im Rahmen interner Gespräche „von entscheidenden Leuten im Vorstand der Kammer gutgeheißen“ worden, sagt Hämmerle.

Logischerweise, so der Präsident, müssten sich auch die übrigen vier in der Vollversammlung vertretenen Fraktionen „diesem Verzicht anschließen und mitziehen“. Er werde in seiner Funktion als Präsident die Spitzenvertreter der Fraktionen kontaktieren und ihnen seinen Vorschlag unterbreiten. Einzige Ausnahme in Sachen Plakatierungen auf Kosten der Kammer: Auf die AK-Wahl selbst werde „auf völlig parteifrei gehaltenen Plakatständern“ hingewiesen.

Fakten zur AK-Wahl

Wahlberechtigte: rund 130.000

AK-Kammerräte: 70

» Zahlen zur Wahl 2009:

Wahlbeteiligung: 41,66 Prozent

» Detailergebnisse 2009

ÖAAB: 38 Mandate (52,82 Prozent)

Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG):
21 Mandate (29,16 Prozent)

Freiheitliche Arbeitnehmer (FA):
4 Mandate (5,98 Prozent)

Neue Bewegung für die Zukunft (NBZ): 4 Mandate (6,08 Prozent)

Gemeinsam (Grüne):
3 Mandate (5,5 Prozent)

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