Geothermieprojekt geht in die heiße Phase

Vorarlberg / 15.10.2013 • 18:06 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

St. Gallen. (VN-tm) Das Geothermieprojekt im St. Galler Sittertobel steht kurz vor den entscheidenden Produktionstests. Nach Sicherung des letzten Teils der Bohrlochstrecke zwischen 4000 und 4378 Meter ist die Bohrung definitiv abgeschlossen. Nach den Produktionstests soll das Bohrloch Anfang November konserviert und die Bohranlage abgebaut werden.

Aber erst einmal werden die Fachleute in St. Gallen Stickstoff ins Bohrloch pumpen. Der Auftrieb soll das Thermalwasser an die Oberfläche heben. Die ganzen Tests dauern bis ca. Ende Oktober, deren Auswertung wird die Fachleute über den Winter beschäftigen.

Ob es erneut zu Erdbeben kommen wird, kann niemand sagen. Am 20. Juli hatten Erdstöße mit einer Magnitude von 3,5 das Geothermieprojekt vorübergehend lahmgelegt. Seither ist es immer wieder zu Mikrobeben gekommen. Das Erdbeben vom 2. Oktober mit einer Magnitude von 2.0 war das stärkste davon.

Ob das geplante Geothermie-Kraftwerk zu realisieren ist, werden die Testergebnisse zeigen. Entscheidend sind die Ergiebigkeit des Wassers und das Verhalten des Erdgases.

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