Täter stach grundlos mit einem Klappmesser zu

Vorarlberg / 15.10.2013 • 21:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 19. August 2013
VN-Bericht vom 19. August 2013

23-Jähriger nach ­Messerattacke wegen schwerer Körperverletzung zu 1200 Euro Geldstrafe verurteilt.

feldkirch. (ec) Der junge Mann ist 23 Jahre alt, hat ein vierjähriges Kind und zurzeit zumindest einen Job als Hilfskraft. In Deutschland hat er bereits drei Vorstrafen, einschlägig ist jedoch nur eine. Im Sommer geriet der Mann vor dem Caritas-Café in Feldkirch mit einem 30-Jährigen in Streit. „Ich kann heute nicht mal mehr sagen warum“, gibt er vor Gericht an. „Ich weiß nur noch, dass ich mit meinem Taschenmesser zugestochen habe“, erklärt er weiter.

Glück gehabt

Der Stich erwischt das 30-jährige Opfer im Rückenbereich. Zum Glück richtet die knapp zehn Zentimeter lange Klinge keinen größeren Schaden an. Nach der Tat, die sich am hellichten Tag ereignet, flieht der Täter.

Ein Spürhund wird eingesetzt. Herumstehende Personen werden befragt, doch auch sie wissen offenbar nicht, warum es plötzlich zu dem Messerstich kam. Im Zuge der polizeilichen Ermittlungen kann der Deutsche schließlich ausgeforscht werden.

Vierte Vorstrafe

Der Mann kassiert seine vierte Vorstrafe, dieses Mal wegen schwerer Körperverletzung. Schwer deshalb, weil er sie auf eine Art und Weise zugefügt hat, mit der normalerweise Lebensgefahr verbunden ist. Dass dabei „nur“ eine eher unbedeutende Fleischwunde entstanden ist, spielt keine Rolle.

Richter Melter spricht 1200 Euro unbedingte Geldstrafe aus, das Urteil ist allerdings nicht rechtskräftig. Das Messer wird eingezogen und bleibt beim Gericht.

Ich weiß nur noch, dass ich mit meinem Taschenmesser zu­gestochen habe.

angeklagter

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