Unterirdisches Biomasse- Heizwerk hochgefahren

Vorarlberg / 16.10.2013 • 18:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Unterirdisches Biomasse- Heizwerk hochgefahren

Das Nahwärme-Kraftwerk Bifang in Rankweil wurde dieser Tage erstmals mit Hackschnitzeln befeuert.

Rankweil. (VN-gms,sta) Zwei Schornsteine am Volksschulgebäude, die Schüttklappe des Hackschnitzelbunkers und ein kleiner grauer Kasten, der Luft ansaugt: Das ist alles, was vom neuen Biomasseheizwerk Bifang in Rankweil zu sehen ist. Die eigentliche Anlage, drei Geschoße voller Technik, liegt unter der Erde. Am Dienstagvormittag wurde der Hackschnitzel-Ofen nun zum ersten Mal angeworfen. Ein „historischer Moment“ für die drei Betreiber (Marktgemeinde, Stadtwerke und Agrar Altenstadt), die das ehrgeizige 2,1-Millionen-Euro-Projekt damit planmäßig abschließen konnten.

Ihre erste Bewährungsprobe hatte die Anlage, die bislang mit Gas betrieben wurde, bereits beim ersten Kälteeinbruch Mitte September bestanden. Nun wird die Hackschnitzelheizung langsam hochgefahren und der Gashahn zugedreht. Das Ganze läuft vollautomatisch ab, überwacht wird die Anlage von Feldkirch aus. Zehn Wohnanlagen und die benachbarte Volksschule Montfort werden mit Nahwärme versorgt. Bis Ende des Jahres sollen vier weitere Wohnanlagen angeschlossen werden. „Damit ist das Heizwerk dann zu 70 Prozent ausgelastet“, so Gerhard Zimmermann von den Stadtwerken Feldkirch.

Probleme gibt es noch mit der Lieferung des Hackguts durch die Agrargemeinschaft Altenstadt. Aufgrund des langwierigen Genehmigungsverfahrens für den geplanten Lagerplatz kann die Agrar erst im nächsten Jahr liefern. Inzwischen müssen die aus Altenstädtner Holz erzeugten Hackschnitzel aus Götzis herangekarrt werden. Fünf bis sechs Lkw-Ladungen – also 200 Schüttraummeter – haben im Hackschnitzelbunker Platz. Fünf Tage lang kann damit geheizt werden.

Die Anlage liegt unter der Erde, nur zwei Schornsteine sind zu sehen.
Die Anlage liegt unter der Erde, nur zwei Schornsteine sind zu sehen.
Am Dienstag war es so weit: Geschäftsführerin Gabriele Tschütscher nahm den Hackschnitzelofen zum ersten Mal in Betrieb. Fotos: GMS
Am Dienstag war es so weit: Geschäftsführerin Gabriele Tschütscher nahm den Hackschnitzelofen zum ersten Mal in Betrieb. Fotos: GMS

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