Soziale Infrastruktur gegen Armut

Vorarlberg / 17.10.2013 • 20:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schwarzach. (VN-mm) Der gestrige „Welttag der Armutsbekämpfung“ zeitigte auch in Vorarlberg politische Nachwehen. So warnte die Sozialsprecherin der Grünen, Katharina Wiesflecker, davor, die Armutsgefährdung von Kindern zu unterschätzen, auch wenn der Wert für Vorarlberg im Vergleich zu den anderen Bundesländern sehr niedrig erscheine. Unterstützt wird vor allem das Anliegen, Kinder als eigene Gefährdungsgruppe wahrzunehmen und die Armut nicht nur auf das Monetäre zu reduzieren. „Es müssen auch die fehlenden Entwicklungs- und Bildungschancen in das Zentrum der Betrachtungen gestellt werden“, meint Wiesflecker.

Es gelte zu hinterfragen, ob den Kindern mit staatlichen Geldleistungen oder einem Strukturtransfer etwa über Kleinkindbetreuung, Kindergarten und ganztägige Schulformen mehr geholfen sei. Wiesflecker: „Gerade für die armutsgefährdeten Kinder ist ein die Familie ergänzendes soziales Umfeld von enormer Bedeutung.“

Ebenfalls mehr Investitionen in die soziale Infrastruktur sowie faire Löhne und die Pflege fordert AK-Vizepräsidentin Manuela Auer. „Dem Kampf gegen Armut und Ausgrenzung muss bei den Regierungsverhandlungen oberste Priorität eingeräumt werden.“ Sie begrüßt die Forderung der Gewerkschaften nach einer Anhebung der untersten Löhne um 100 Euro als ein „ wichtiges Signal und angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten unumgänglich“. Gleichzeitig brauche es die generelle Umsetzung eines Mindestlohns von 1500 Euro.

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